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	<title>Ungarn und Wein. BorWerk - Das Blog über ungarische Weine &#187; Demeter Zoltán</title>
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	<description>Das Blog über ungarische Weine</description>
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		<title>Uragya Furmint 2002, Kiralyudvar, Tokaj</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 07:10:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Da bleibt einem nur das Standardgesülz von Klasse, statt Masse. Denn bei dem reinsortigen Furmint aus der Lage Urágya von Királyudvar trifft das dann auch in der Tat zu. Nicht nur, weil er sich in wirklich schöner Form zeigte, sondern auch zusätzlich noch aus den Anfangsjahren der trockenen Weine Tokajs stammt, aus 2002. Dafür ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9332" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://borwerk.de/2012/01/12/uragya-furmint-2002-kiralyudvar-tokaj/kiralyudvar_uragya-furmint_2002/" rel="attachment wp-att-9332"><img class="size-medium wp-image-9332" title="kiralyudvar_uragya-furmint_2002" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/01/kiralyudvar_uragya-furmint_2002-300x279.jpg" alt="" width="300" height="279" /></a><p class="wp-caption-text">Királyudvar - Urágya Furmint 2002</p></div>
<p>Da bleibt einem nur das Standardgesülz von Klasse, statt Masse. Denn bei dem reinsortigen Furmint aus der Lage Urágya von Királyudvar trifft das dann auch in der Tat zu. Nicht nur, weil er sich in wirklich schöner Form zeigte, sondern auch zusätzlich noch aus den Anfangsjahren der trockenen Weine Tokajs stammt, aus 2002.</p>
<p>Dafür ist er bemerkenswert gut gelungen, verweist sowohl einmal mehr auf das ganz große Potential, das da in Tokaj und der lokal bedeutendsten Rebsorte Furmint schlummert. Und zeigt gleichzeitig das große Talent seines Machers auf, das von Zoltán Demeter, der damals noch für die Weine von Királyudvar stand.</p>
<p>Lechtend Strohgelb im Glas. In der Nase mit Ananastönen, gelben Äpfeln, Bisquit, Zitrus und Feuerstein. Am Gaumen fest und filigran zugleich, schlichtweg elegant, ja. Mit einer reifen Frucht von gelbem Steinobst (wie Wein Plus zu sagen pflegt), Äpfel, Birnen und vor allem Quitten, so fest, fast plastisch, dass man auf dem stets leicht körnig-widerständigem Quittenfruchtfleisch förmlich kauen kann. Mit fein-würziger und doch direkter und durchweg anhaltender Mineralität, die dem Ende mit den herrlich eingebundenen, alles andere als unfrisch daher kommenden Säuren in einem apfelschalengrünen herb-bitteren Etwas so richtig lange ausläuft. Schöner, wirklich schöner Wein!</p>
<p>Wein: Urágya Furmint 2002<br />
Weingut, Ort: Királyudvar, Tarcal<br />
Rebsorte/n: Furmint<br />
Alkoholgehlat: 13,5% Vol.<br />
Preis: keine Ahnung mehr, seit langem vergriffen<br />
Internet: <a href="http://www.kiralyudvar.com/" target="_parent">kiralyudvar.com</a></p>
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		<title>Verkostung im Terroir-Club: 1 x Südslowakei, 3 x Tokaj, 1 x Matra + Burgund</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 10:36:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lange ist es her, dass ich an einer Verkostung des Terroir-Clubs teilnahm. Vergangenen Donnerstag klappte es endlich mal wieder und man traf auf eine recht Bunte, ungarisch-französische Mischung aus Weiß und Rot, die einem einmal mehr lehrte, wie wichtige internationale Quervergleiche sind &#8211; und dass sich Ungarn, dank Tokaj, mit einiger ganz eigenen Identität wahrlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7769" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a rel="attachment wp-att-7769" href="http://borwerk.de/2011/06/25/verkostung-im-terroir-club-1-x-sudslowakei-3-x-tokaj-1-x-matra-burgund/bott-frigyes_grand3_2010/"><img class="size-medium wp-image-7769" title="bott-frigyes_grand3_2010" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/06/bott-frigyes_grand3_2010-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">    </p></div>
<p>Lange ist es her, dass ich an einer Verkostung des <a href="http://www.terroirclub.hu/">Terroir-Clubs</a> teilnahm. Vergangenen Donnerstag klappte es endlich mal wieder und man traf auf eine recht Bunte, ungarisch-französische Mischung aus Weiß und Rot, die einem einmal mehr lehrte, wie wichtige internationale Quervergleiche sind &#8211; und dass sich Ungarn, dank Tokaj, mit einiger ganz eigenen Identität wahrlich nicht zu verstecken braucht.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Bott Frigyes &#8211; Grand3 2010 (Süd-Slowakei)</strong></span><br />
Der Name stellt sofort Assoziationen mit &#8220;Grand Cru&#8221; her, was komplett fehl leitet und daher nicht gerade gut ist. Eine einfache weiße Cuvée aus der Südslowakei, vom ungarischstämmigen Winzer Bott Frigyes. Aus Királyleányka, Zöld Veltelini (Grünem Veltliner), Olaszrizling (Welschriesling), eine &#8220;klassischer&#8221; Blend, der früher immer den Wein des Dorfes war. Fein würzig und doch weich in der Nase, dank Veltliner mit pfeffrigen Noten, Zitrone und Grüntee. Auch am Gaumen gelb-grünlich und leicht daher kommend, mit etwas herber Zitrusfrucht und feinwürzigen Pfeffernoten. Herrlich leichter und dank seiner Würzigkeit doch recht ernst wirkender Aperitif-Wein.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Tokaj Nobilis &#8211; Barakonyi Hárslevelű 2009  (Tokaj)</strong></span><br />
Nach der Blindverkostung das zweite Aufeinandertreffen mit dem 2009er Hárs von Tokaj Nobilis. Und der weiß einfach zu gefallen! In der Nase Mandarinen, von der Rebsorte kommend florale Noten, Pfirsichkerne. Am Gaumen mit sanfter, zart schmelzender Frucht, vor allem Aprikosen, Kernobst, Mandeln, feine und doch kräftige Zitrussäuren, angedeutete feinwürzige Kräuternoten, klare Mineralität, sauber heraus gearbeitete Struktur. Druckvoller, nachhaltiger Wein. Schön!</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;"> </span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_7768" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a rel="attachment wp-att-7768" href="http://borwerk.de/2011/06/25/verkostung-im-terroir-club-1-x-sudslowakei-3-x-tokaj-1-x-matra-burgund/bott_hatari-furmint_2009/"><img class="size-medium wp-image-7768" title="bott_hatari-furmint_2009" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/06/bott_hatari-furmint_2009-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">    </p></div>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Bott Pince &#8211; Határi Furmint 2009 (Tokaj)</strong><br />
Auch wenn nur der Jahrgang und die Region übereinstimmen, im Direktvergleich zum Hárs von Tokaj Nobilis der inzwischen deutlich dezenter auftretende, geradezu gediegen wirkende Furmint von Judit und József Bodó aus der Lage Határi. In der Nase dezent, kühl, verhalten, mit einer hellgelben, fast transparent wirkenden Frucht.  Mehr lässt er derzeit nicht zu. Am Gaumen sehr fein strukturiert, schier unsäglich filigran und also von geradezu adliger Gestalt, Quitten, Aprikosen, fein-herb steinige Mineralität mit Flechten verwoben, sensibel auf das Gesamtgefüge einwirkende Säuren. Der &#8220;Gefällt mir&#8221;-Button genügt hier nicht.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Demeter Zoltán &#8211; Kakas Furmint 2006 (Tokaj)</span></strong><br />
Mal etwas Gealtertes. Wenn auch nur fünf Jahre, aber da es trocken ausgebaute Weiße erst seit gut 10 Jahren gibt, erfreut man sich auch dieser &#8220;jungfräulichen&#8221; Eindrücke. Waren die vorangestellten Weine tendenziell alle hell Zitronen- bis Strohgleb und leicht grünlich, so kommt der &#8220;alte&#8221; Kakas mit mittlerer strohgelber Farbe daher. Und mit einer warmen, reifen Trauben-Birnen-Apfel-Frucht in der Nase und Kaffeenoten und ganz leichten Marzipan-Mandel-Andeutungen. Am Gaumen interessant, mit ganz zart schmelzender Textur, sehr klar und elegant, feine Säuren wie aus halbreifen grünen Äpfeln gewonnen, leicht dezent bitteren Apfelschalen-Frucht, Haselnuss und Grüntee. In irgendeinem Zwischenstadium, jenseits von allem schwebend, nicht mehr jung, aber noch nicht ansatzweise alt wirkend. Macht noch viele Jahre mit. Schön!</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Karner Gábor &#8211; Tavaszföldi Kékfrankos 2008 (Mátra)</span></strong><br />
Und ein ganz eigenartiger, ganz eigenständiger Blaufränkisch aus der Mátra zum Abschluss. Nach spontaner Initiierung gärte der Gute über ein Jahr vor sich hin, um am Ende mit 16% Vol. und immer noch deutlich wahrnehmbarem Restzucker zu enden. Ein Amarone-artiges Etwas, dabei allerdings nicht schwer, sondern vor allem von seiner süßlichen Frucht betont wirkend. In der Nase schweißige Noten, schwarzrote Frucht, Teer, Öl, eine Bahnanlage in der Sommerhitze. Am Gaumen saftig-fleischige und wie erwähnt süßliche Frucht, fette reife schwarze Kirschen, Zwetschgen, schwarze Johannisbeeren und Stachelbeeren, neben all dem Fruchtüberschuss nur ganz feine Gerbstoffe und Säuren. Druckvoll, dezent mächtig dank Alkohol und doch weich, rund, nicht würzig. Nicht mein Fall, aber sehr eigen, außergewöhnlich.</p>
<div id="attachment_7770" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a rel="attachment wp-att-7770" href="http://borwerk.de/2011/06/25/verkostung-im-terroir-club-1-x-sudslowakei-3-x-tokaj-1-x-matra-burgund/la-digoine_2009/"><img class="size-medium wp-image-7770" title="la-digoine_2009" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/06/la-digoine_2009-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">    </p></div>
<p>Was gab es drumherum noch zu verkosten? Vier Mal Burgund!</p>
<p>Domaine de Villaine Bouzéron 2009<strong> </strong><br />
Domaine de Villaine Bourgogne Cote Chalonnaise Les Clous 2009<br />
Domaine des Escaravailles Cote du Rhone Les Sablieres 2010 <strong><br />
</strong>Domaine de Villaine Bourgogne Cote Chalonnaise La Digoine 2009</p>
<p>Der Chardonnay &#8220;Les Clous&#8221; noch sehr jung, daher etwas zu deutlichem Holz, aber sehr schön strukturiert. Und der Pinot &#8220;La Digoine&#8221;, einfach wunderbar, in sich sehr ausgewogen.</p>
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		<title>Matt Kramer (Wine Spectator) in Ungarn über Ungarn</title>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 06:03:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der US-amerikanische Weinkritiker Matt Kramer (u.a. Wine Spectator) gab dem diesjährigen ungarischen Wein-Verkostungswettbewerb Pannon Bormustra die Ehre. Als Mitglied der Jury konnte er sich einen recht guten Eindruck über den aktuellen Stand der ungarischen Weinwelt machen. Den Blogger-Kollegen von Művelt Alkoholista, ihres Zeichens große Fans von Kramer &#8211; gerne drehen sich bei ihnen immer mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der US-amerikanische Weinkritiker Matt Kramer (u.a. Wine Spectator) gab dem diesjährigen ungarischen Wein-Verkostungswettbewerb <a href="http://www.pannonbor.hu/koszonto/">Pannon Bormustra</a> die Ehre. Als Mitglied der Jury konnte er sich einen recht guten Eindruck über den aktuellen Stand der ungarischen Weinwelt machen. Den Blogger-Kollegen von <a href="http://alkoholista.blog.hu/">Művelt Alkoholista</a>, ihres Zeichens große Fans von Kramer &#8211; gerne drehen sich bei ihnen immer mal wieder Einträge um von ihm gemachte Äußerungen &#8211; gelang es, Kramer für ein Interview zu gewinnen.</p>
<p>Ich möchte den wesentlichen Inhalt des Interviews verkürzt und letztlich unkommentiert widergeben. Vorweg sei aber zumindest die Anmerkung gestattet, dass die Hauptbotschaften Kramers mit von mir bereits mehrfach in den vergangenen Jahren in Kurzeinträgen und Reportagen gemachten Thesen praktisch deckungsgleich sind. Das muss nichts heißen. Ich selbst lese den Wine Sepctator und kenne daher Kramers Vorlieben nicht. Im Zusammenhang mit dem Interview wird erwähnt, dass Kramer der Bezug zum Terroir, die Authentizität und biodynamische Ansätze wichtig sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Kramer äußert sich sehr kritisch gegenüber ungarischen Rotweinen. Er hält sie für &#8220;zu rustikal, zu wenig verfeinert, unstrukturiert&#8221;. Seiner Meinung nach müssten ungarische Winzer verstehen, dass sie mehr auf die Textur, den Feinschliff der Weine achten müssen. Es gäbe einfach zu viele Weine mit einer groben Textur, überreifer Frucht, mit störenden Tanninen &#8211; entweder wegen zu massivem Holzeinsatz oder zu starker Extraktion &#8211; oder es ist teils auf die Rebsorten zurückzuführen, mit denen die Winzer offensichtlich noch nicht gelernt haben richtig umzugehen. Dabei geht es ihm nicht um das Nacheifern eines internationalen Stils: denn wenn internationaler Stil saubere, schön geschliffene Weine meint, sei er voll dafür. Aber die Rotweine, die er verkosten konnte, seien zumeist unnötig rustikal daher gekommen.</em></p>
<p><span style="font-size: medium;"><em><strong>„You cannot go past your culture.”</strong></em></span><strong> </strong></p>
<p><em>Nach Kramer ist diese häufig anzutreffende Stilistik bei ungarischen Rotweinen aber auch auf die Erwartungshaltung der Verbraucher zurückzuführen: in keinem Land können Winzer die Weinkultur der Verbraucher überholen. Die Ansprüche der Weinliebhaber seien wohl schlichtweg nicht hoch genug. </em></p>
<p><em>Der Besuch von mehreren Weingütern und die Tätigkeit als Jury-Mitglied erinnerten Kramer nochmals daran, wie vielfältig das ungarische Weinangebot ist. Manche kultivierten Rebsorten sollten seiner Meinung nach jedoch neu bewertet werden. Er kann nicht nachvollziehen, warum sich jemand mit Olaszrizling (Welschriesling) beschäftigt, außer dass es billig ist und viel Ertrag bringt. Gleichzeitig zeigt er sich von Juhfark begeistert. </em></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong><em>Das trockene Tokaj: phänomenal </em></strong></span></p>
<p><em>So sehr er die Notwendigkeit zur Arbeit an den Roten sieht, so sehr hat Kramer wieder entdecken müssen, wie einzigartig die süßen und trocken ausgebauten Weine aus Tokaj sind. Seiner Meinung nach sind die besten trockenen Weißen aus Tokaj phänomenal. Wer Beispiele von Zoltán Demeter oder Királyudvar kosten durfte, könne den Wert und die Zukunft der trockenen Weißweine Tokaj&#8217;s nicht in Frage stellen.</em></p>
<p><em>Das drängendste Problem für die den ungarischen Wein im nächsten Jahrzehnt sei genau genommen kein Problem, sondern eher eine Herausforderung. Es ist zudem für jede Weinnation ein und dieselbe: die Vermeidung von Provinzialismus. Im 21. Jahrhundert habe Wein keine Grenzen und der Provinzialismus und die Selbstzufriedenheit sei überall eine stetige Gefahr. </em></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong><em>Offenheit vs. Provinzialismus</em></strong></span></p>
<p><em>Winzer könnten letztlich nur davon profitieren, wenn sie ausländische Weine kosten. Die ungarischen Weine, so Kramer, würden sich in dem Maße verbessern, indem das Wissen über ausländische Weine zunähme. Die gewachsene Offenheit sei beispielsweise auch in Italien für die Steigerung der eigenen Qualitäten wichtig gewesen. </em></p>
<p><em>Schließlich könne man nicht erfolgreich exportieren, wenn man nicht weiß, welche Konkurrenz einen auf den Regalen des Zielmarktes erwartet. Ungarn müsse in diesen Wettbewerb einsteigen, wenn es würdigen Platz unter den großen Weinnationen der Welt einnehmen möchte. Die Grundlagen, die Fähigkeiten dazu seien gegeben. Grenzen gäbe es nicht mehr und wenn doch. dann nur in den Köpfen.</em></p>
<p>Das Interview im Original ist <a href="http://alkoholista.blog.hu/2011/05/20/interju_matt_kramerrel">hier lesbar</a>.</p>
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		<title>&#8220;Abwechslungsreicher&#8221; Jahresabschluss&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Jan 2011 19:17:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[bei befreundeten Winzern an der Nahe, mit diversen Erzeugnissen aus Ungarn. In ungewöhnlich kurzer, oder anders gesagt angemessen kompakter Form der ungarische &#8220;Wein-Verlauf&#8221; des Abends: Királyudvar &#8211; Sec 2008 (ordentlich, netter Warm-up) Bott Pince &#8211; Csontos Furmint 2009 (schöner als zuletzt, noch besser entwickelt, wirklich gut gelungen) Zoltán Demeter &#8211; Kakas Furmint 2008 (direkt nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6208" class="wp-caption alignleft" style="width: 646px"><a rel="attachment wp-att-6208" href="http://borwerk.de/2011/01/02/abwechslungsreicher-jahresabschluss/for_whom/"><img class="size-full wp-image-6208" title="for_whom" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/01/for_whom.jpg" alt="" width="636" height="380" /></a><p class="wp-caption-text">For whom the bell tolls... </p></div>
<p>bei befreundeten Winzern an der Nahe, mit diversen Erzeugnissen aus Ungarn. In ungewöhnlich kurzer, oder anders gesagt angemessen kompakter Form der ungarische &#8220;Wein-Verlauf&#8221; des Abends:</p>
<p><span style="color: #008000;">Királyudvar &#8211; Sec 2008</span> (ordentlich, netter Warm-up)<span style="color: #008000;"><br />
Bott Pince &#8211; Csontos Furmint 2009</span> (schöner<a href="http://borwerk.de/2010/12/03/klischee-ade-tokaj-reloaded-teil-ii-bott-pince/"> als zuletzt</a>, noch besser entwickelt, wirklich gut gelungen)<span style="color: #008000;"><br />
Zoltán Demeter &#8211; Kakas Furmint 2008</span> (direkt nach dem Csontos durch zu starke Säuren <a href="http://borwerk.de/2010/12/30/klischee-ade-tokaj-reloaded-teil-iv-zoltan-demeter/">diesmal</a> enttäuschend, mangelte an Komplexität, Rafinesse)<span style="color: #008000;"><br />
Homonna &#8211; Édes Hármas 2003</span> (für mich der Ungar des Abends, nicht allzu komplex und tiefgründig, aber noch absolut da und wunderbar zu trinken)<span style="color: #008000;"><br />
Hollóvár (Lajos Takács) </span>- Nagy Somlói Furmint 2009 (eigenständig und gut (wennglich gerade nicht <a href="http://borwerk.de/2010/11/20/verkostung-im-festetics-palota-teil-iii-laposa-lajos-takacs-hollovar-somlo/">so beeindruckend</a>), hier erschienen die Säuren etwas angegriffen, leicht verbrannt)<span style="color: #008000;"><br />
Hollóvár (Lajos Takács) </span>- Hárslevelű 2009 (ganz in Ordnung, mir gefiel er an diesem Abend nicht, zu wenig Säure und Halt)<span style="text-decoration: line-through;"><span style="color: #008000;"><br />
István Balassa </span></span><span style="color: #008000;"><span style="text-decoration: line-through;">- Mézes-mály Hárslevelű 2006</span> </span>(gefiel mir einmal sehr gut, jetzt <strong>tot</strong>, schade)<br />
<span style="text-decoration: line-through;"><span style="color: #008000;">Bálint Losonci &#8211; Magyar Frankos 2008 </span></span>(tot)<br />
<span style="text-decoration: line-through;"><span style="color: #008000;">Ráspi &#8211; Kékfrankos 2007 </span></span>(mal wieder ein fehlerhafter Ráspi, untrinkbar)<br />
<span style="color: #008000;">Orsolya &#8211; Tehéntánc 2007</span> (ordentlich, in direkter Umgebung der toten Roten nicht zum Helden auserkoren)<br />
<span style="text-decoration: line-through;"><span style="color: #008000;">Szecskő &#8211; Turán 2007</span> </span>(eindimensional, kaum mehr Frucht, wohl überm Berg)</p>
<p>Zugegeben, der Abend war v.a. im roten Bereich experimentell angelegt. Aber dennoch war der Verlauf dem Ende zu dann natürlich etwas fatal.</p>
<p>Dazu gesellten sich noch ein paar andere Enttäuschungen (korkig, schon zu alt etc.), allerdings stammten diese nicht aus Ungarn. Als Retter kam dann überaus erfolgreich eine Scheurebe zum Zug, die 2008er Spätlese Haardter Herrenletten von Weegmüller aus der Pfalz- ein wahrer Segen. Und sei damit in diesem Blog ausnahmsweise auch genannt.</p>
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		<title>Zu Gast bei Zoltan Demeter, Tokaj &#8211; Teil III. Seine edelsüßen Weine.</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 06:38:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach dem Einstiegsartikel und den Anmerkungen zu den trockenen Lagenweinen zu guter letzt noch Notizen zu drei Süßweinen von Zoltán Demeter. Ein Resümee bzw. einige weitere Anmerkunegn werde ich hoffentlich im Laufe der Woche noch schreiben können. Főbor 2007 80% Furmint und 20% Hárslevelű machen diesen „Hauptwein“, so die wortwörtliche Übersetzung, aus. Der Nicht-Aszú ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4978" title="demeter_zoltan_07" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/07/demeter_zoltan_07.jpg" alt="" width="636" height="424" /></p>
<p>Nach dem <a href="http://borwerk.de/2010/07/18/zu-gast-bei-zoltan-demeter-tokaj/">Einstiegsartikel</a> und den <a href="http://borwerk.de/2010/07/19/zu-gast-bei-zoltan-demeter-tokaj-teil-ii-seine-lagenweine/">Anmerkungen zu den trockenen Lagenweinen</a> zu guter letzt noch Notizen zu drei Süßweinen von Zoltán Demeter. Ein Resümee bzw. einige weitere Anmerkunegn werde ich hoffentlich im Laufe der Woche noch schreiben können.</p>
<h4>Főbor 2007</h4>
<p>80% Furmint und 20% Hárslevelű machen diesen „Hauptwein“, so die wortwörtliche Übersetzung, aus. Der Nicht-Aszú ist, wenn man so will, der Einstiegs-Dessertwein. Entsprechend offenherzig gibt er sich, vom ersten Augenblick an präsent, zugänglich, trotz seiner Jugend. Eine warme, volle, fast ungestüme Frucht in der Nase aus eingemachten dunkelgelben Früchten und geröstetem Zucker, zudem mit einer rauchigen Mineralität. Am Gaumen mit feinem, fast aufdringlichem Schmelz und frischen, sehr jugendlich spritzigen Säuren. Schöne Aromen von Ingwer, Apfelschalen und Lindenblüten. Etwas einfach, weder breit noch tief noch komplex strukturiert, genau deshalb zugänglich aber eben kein filigraner Süßwein. Mal sehen, wohin die Entwicklung führt.</p>
<h4>
<div id="attachment_4940" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a rel="attachment wp-att-4940" href="http://borwerk.de/2010/07/18/zu-gast-bei-zoltan-demeter-tokaj/zoltan_demeter_06/"><img class="size-full wp-image-4940 " title="zoltan_demeter_06" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/07/zoltan_demeter_06.jpg" alt="" width="210" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Beim Thema Flaschenverschluss hat sich Zoltán demeter noch nicht entscheiden können. So arbeitet er derzeit mit Naturkork, Glas - und auch diesem Kunststoffkorken, der aus drei Komponenten besteht.</p></div>
<p>Anett Bora 2008</h4>
<p>Der <em>Wein von Anett</em>, Der Freundin Zoltán Demeters. Ein reinsortiger Gelber Muskateller mit 197 g/l Restzucker und allein damit über dem gesetzlich vorgeschriebenen Aszú-Standard von 160-180 g/l liegend. Nun ist Gelber Muskateller zumindest für mich nicht unbedingt bekannt dafür, wirklich feine Weinchen hervorzubringen – sondern zumeist eher leicht verständliche, zugängliche, einfacher gestrickte schöne, aromatische Tropfen. Ganz anders verhält es sich mit dem Wein von Anett. In der Nase sehr eindeutig getrocknete Aprikosen. Am Gaumen mit einem wunderbar balancierten Säure-Frucht-Süße-Spiel, filigran zugeschnitten, nicht zu süß, mit herrlich frischer Frucht aus überreifen Aprikosen und Pfirsichen und klaren, absolut transparenten Säuren. Gute Länge, ganz am Anfang aber auch schon wunderschön zu trinken.</p>
<h4>Aszú 2003</h4>
<p>Ein 6-puttiger, wobei Zoltán am liebsten die traditionellen Abstufungen nach Putten fallen lassen würde. Wenn er einen Aszú macht, entspricht er ohnehin automatisch einem 6-Pütter. 2003 war ein sehr guter Jahrgang für Aszús, mit einem warmen, nicht zu heißen Sommer und einem feuchten Herbst. 250 g/l Restzucker. Herrlich leuchtender Bernstein im Glas, dicht und langsam schlierend. In der warmen Nase Nougat, Türkischer Honig, Zwetschgen und einer ganz subtilen, kaum wahrnehmbaren salzig-rauchigen Note. Am Gaumen mit herrlich dichtem, konzentriertem, in die Breite drängendem Schmelz, einer frischen, wie gestern vollreif geernteten Frucht aus Aprikosen, daneben deutliche Karamelltöne, sehr vitale, zupackende, glasklare, leicht herb-metallische Säuren. Ein Traum – den es nicht mehr zu kaufen gibt.</p>
<p><span style="color: #76714b;">Man bedankt sich still bei Zoltán, wohl wissend, dass das einer der Momente war, die – wenn überhaupt – nicht so schnell wiederkommen. Man empfindet Demut, gegenüber dem Winzer der in Gestalt eines schaffenden Künstlers da neben einem sitzt. Und gegenüber der Natur, die so etwas Schönes, einzigartiges vollbringen kann. Und nachdem man sich verabschiedet hat und noch einen kurzen Spaziergang in den Gassen von Tokaj macht, schmeckt man, eine halbe Stunde nach dem letzten kleinen Schluck, immer noch ein wenig Fruchtsüße und Säure auf der Zunge.</span></p>
<p><img class="size-full wp-image-4939 alignleft" title="zoltan_demeter_05" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/07/zoltan_demeter_05.jpg" alt="" width="636" height="424" /></p>
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		<title>Zu Gast bei Zoltán Demeter, Tokaj &#8211; Teil II. Seine Lagenweine.</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 12:20:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie gestern beim Einleitungsartikel angekündigt, hier meine Eindrücke zu den trocken ausgebauten Lagenweinen von Zoltán Demeter. Őszhegy 2008 Der erste Gelbe Muskateller aus der Lage Őszhegy beim Ort Mád, von 20-23 Jahre alten Rebstöcken, trocken ausgebaut. In der Nase kühles Rosenwasser, Veilchen, Zitrusfrüchte. Am Gaumen anfangs frisch und jung, leicht, fast spielerisch tänzelnd dank feingliedriger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4938" title="zoltan_demeter_04" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/07/zoltan_demeter_04.jpg" alt="" width="320" height="480" /></p>
<p>Wie <a href="http://borwerk.de/2010/07/18/zu-gast-bei-zoltan-demeter-tokaj/">gestern beim Einleitungsartikel</a> angekündigt, hier meine Eindrücke zu den trocken ausgebauten Lagenweinen von Zoltán Demeter.</p>
<h4>Őszhegy 2008</h4>
<p>Der erste Gelbe Muskateller aus der Lage Őszhegy beim Ort Mád, von 20-23 Jahre alten Rebstöcken, trocken ausgebaut. In der Nase kühles Rosenwasser, Veilchen, Zitrusfrüchte. Am Gaumen anfangs frisch und jung, leicht, fast spielerisch tänzelnd dank feingliedriger Säuren und einer wunderbar sanften, klaren Frucht aus grüngelben Birnen. Nach einiger Zeit gesellen sich kräftigere, mineralischere Töne hinzu, die noch etwas uneingebunden wirken. Gibt sich gewiss mit der Zeit.</p>
<h4>Lapis 2008</h4>
<p>Der trockene Furmint aus der Südlage Lapis ist mit 14,5% Vol. wahrlich kein Leichtgewicht. Ende Oktober geerntet, mit Reinzuchthefen vergoren, in Holzfässern gereift, was man ihm aber quasi nicht anmerkt. Der kräftigste, breiteste, voluminöseste trockene Wein Zoltáns. Und dennoch: alles ist eingebunden, sauber integriert, in sich stimmig. Der Alkohol verleiht ihm zwar Volumen, ragt aber nicht heraus, die Balance stimmt. Leicht warme, von mineralischen Noten begleitete gelbe Frucht in der Nase, insgesamt aber noch ziemlich verschlossen. Am Gaumen ausgesprochen elegant: feine, noch sehr zurückhaltende Frucht von gelben Birnen, grünen Äpfeln und Quitten. Eine ungemein klare, sauber herausgearbeitete Säurestruktur, daneben eine ebenso reine mineralische Linie, die sich von Anfang bis Ende konstant durchzieht. Noch ganz am Anfang stehend, wunderbares Potential.</p>
<h4>Szerelmi 2008</h4>
<p>Der trocken ausgebaute Hárslevelű von Zoltán Demeter aus der mit Löss unterlegten Szerelmi. Spontan vergoren, rund 7 Gramm Restzucker. Schon etwas weiter in der Entwicklung wie der Lapis, aber auch er noch jung. Sehr runde Struktur, wunderbar reine, genau richtig dosierte Säuren neben einer etwas voller, breiter angelegten Frucht aus gelben Birnen und Äpfeln. Eine würzige, griffige und doch kühlende Mineralität, die gegen Ende mehr Raum greift. Vielleicht der schönste Hárs, den das Tokaj des 2008 zu bieten hat.</p>
<h4>Kakas 2008</h4>
<p>Und wieder ein Furmint, nun aus der Lage Kakas. Wenn man so will der schlankere, fruchtbetontere, leichter zugängliche Bruder des Lapis. In der deutlich wärmeren, offeneren Nase dunkelgelbe Frucht und Grastöne, auch leicht würzige, mineralisch-steinerne Spuren. Am Gaumen offener, mit ausgesprochen traubigem Angang, ohne jedoch plump zu wirken. Nur eben noch auch noch jung. Leicht cremig texturiert, die Mineralität steht eher wieder etwas im Hintergrund, die Säuren einmal mehr glasklar und rund. Mein persönlicher Liebling des Nachmittags.</p>
<h4>Veres 2009</h4>
<p>Ich gebe ab hier nicht die Verkostungsreihenfolge wieder. Denn den Furmint aus der Lage Veres westlich vom Ort Mád kredenzte Zoltán einem nach dem 6-puttigen Aszú (!) und also nach dem dritten Dessertwein – und dieser bewährte sich ohne jeglichen Tadel. Reduktiv ausgebaut, in der Nase wohl am schwierigsten nach dem Aszú, mit einer kühlen Mineralität, gelben Frucht und Spuren von Sommerwiese. Am Gaumen durchweg mit einer schönen, stoffigen Frucht, die Säuren und steinig-mineralischen Töne in einer aufsteigenden Wahrnehmungskurve, dazu gesellen sich feinste Noten von kandiertem Zucker. Robust wirkend und dabei dennoch elegant bleibend.</p>
<p>Morgen dann noch zu den Edelsüßen&#8230;</p>
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		<title>Zu Gast bei Zoltan Demeter, Tokaj &#8211; Teil I</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 15:21:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist eine halbe Ewigkeit her, nämlich eineinhalb Monate, als ich in Tokaj bei Zoltán Demeter zu Besuch war. Genau genommen war es am 1. Juni. Und eigentlich hatte mich dagegen entschieden, über meine Eindrücke zu schreiben. Weil es einerseits auch mal gut tut, einfach da zu sein, zu genießen &#8211; und zu schweigen. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4926" title="zoltan_demeter_01" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/07/zoltan_demeter_01.jpg" alt="" width="636" height="424" />Es ist eine halbe Ewigkeit her, nämlich eineinhalb Monate, als ich in Tokaj bei Zoltán Demeter zu Besuch war. Genau genommen war es am 1. Juni. Und eigentlich hatte mich dagegen entschieden, über meine Eindrücke zu schreiben. Weil es einerseits auch mal gut tut, einfach da zu sein, zu genießen &#8211; und zu schweigen. Und weil Zoltán Demeter genau für das steht, was die Welt &#8220;da draußen&#8221; nicht wahrnimmt, nicht wahrnehmen möchte, kann, will, ich weiß es nicht. Denn er steht für exzellente Weißweine, trocken wie edelsüß, die ihresgleichen in der ganzen Weinwelt suchen. Das gibt es nirgendwo sonst, nicht einmal annähernd. Das ist, um es einmal schrecklich wirtschaftstechnisch auszudrücken, eine echte USP.</p>
<p>Zoltán Demeter hat über die letzten Jahre hinweg einen klaren Stil entwickelt, der sich von anderen Spitzenerzeugern aus dem Tokaj unterscheidet. Seine Weine sprechen für sich. Wer sie einmal erleben durfte und etwas von Wein versteht, dem dämmert spätestens beim ersten Schluck, was Tokaj zu bieten hat: wunderbare Weine aus autochthonen Rebsorten von einzigartigen Terroirs. Sie sind scharf geschliffen, geprägt von in der Jugend teils hart wirkenden Säuren, einer klaren Mineralität und fest gewirkt. Doch sie sind nicht alle leicht zugänglich, das gilt erst recht für die trockenen Spitzenweine. Und damit wären wir auch beim Grundproblem, über das ich an dieser Stelle nach schier ewig langem Schweigen doch auch endlich mal schreiben muss. Schreiben, um etwas Luft abzulassen. Wer sie nach außen vertritt kann sicher sein, dass ein Experte sofort bemerkt, was er da im Glas hat: etwas besonderes. Nicht ohne Grund verkauft</p>
<div id="attachment_4936" class="wp-caption alignright" style="width: 360px"><a rel="attachment wp-att-4936" href="http://borwerk.de/2010/07/18/zu-gast-bei-zoltan-demeter-tokaj/zoltan_demeter_02/"><img class="size-full wp-image-4936" title="zoltan_demeter_02" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/07/zoltan_demeter_02.jpg" alt="" width="350" height="525" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.&quot; - Eigenständige doppelte Kreuzdarstellung im Zoltán Demeters Weinbehandlungsraum.</p></div>
<p>Zoltán seine Weine u.a. an Kenner in Großbritannien, den USA. Doch wenn sie in falsche Hände gelangen, sei es in jene, unfähiger Weinhändler, oder in jene von Käufern, ohne begleitet, ohne erklärt zu werden, dann können sie missliche Eindrücke hinterlassen. Denn sie sind so komplex, wie schwer verständlich, sind so filigran, wie lange verschlossen, können bisweilen gar harsch abweisend wirken. Kurzum: sie sind nichts für Anfänger. Ich sage das ohne jegliche Arroganz. Mag sein, dass manch einer mir diese nun unterstellen mag. Aber das ist in der trockenen Spitze nichts für den Massenmarkt, und das kann es auch nicht sein.</p>
<p>Man redet von wirklicher, echter, extremer Ertragsreduktion. Von Minimalerträgen, die am Ende zu zwei-drei Trauben pro Stock führen und Teil eines klaren Konzeptes sind. Zoltán Demeter weiß ganz, ganz genau was er will. Er hat über die Jahre gelernt, die Böden und die Rebstöcke die darauf stehen, zu lesen. Er versteht sie, weiß, wie er mit ihnen umzugehen hat, welche Pflege sie verlangen, um optimale reife Trauben zu bringen.  Er bewirtschaftet sieben Hektar in sieben Lagen, kommt aber vielfach nur auf 500 bis ein 1.500 Flaschen seiner Lagenweine. Er hat eine klare Vorstellung und dementsprechend tragen seine Produkte tragen eben diese, seine Handschrift. Denn er weiß auch sehr wohl, dass es am Ende doch &#8220;nur&#8221; Produkte sind. Gleichzeitig vergisst er nicht, sie entsprechend zu überhöhen. Self-made Marketing, das nicht unprofessionell daher kommt, sondern durch die schiere Qualität auf einem derart festen Sockel ruht, dass man es als gelungen und stimmig wahrnimmt. Die Gestaltung der Etiketten spricht für sich, an einer eigenen Homepage arbeitet bzw. lässt der Perfektionist Zoltán Demeter seit langem arbeiten &#8211; ohne bislang zu einem für ihn befriedigenden Ergebnis gekommen zu sein. Dann lieber nur eine statische Seite mit den Kontaktinformationen, als etwas halbgares, nicht zufriedenstellendes. Entsprechend steht inzwischen ein klares Konzept, mit einem &#8220;einfachen&#8221;, erschwinglichen trockenen Einstiegswein, dem Gutswein, der sein Pendant im <em>F</em><em>őbor</em> hat, einer unter dem Aszú angesiedelten edelsüßen Leckerei hat. Trockene Lagenweine aus Furmint, Hárslevelű und seit neuestem auch Sárgamuskotály, ein gelber Muskateller &#8211; jeweils nach ihrer Lage benannt. Daneben erlaubt sich Zoltán dann noch so sympathische wie feine Spielereien wie den <em>Anett Bora</em>, den &#8220;Wein von Anett&#8221;, einem edelsüßen Muskateller, der nach seiner Freundin benannt ist.</p>
<h4>Birtokbor 2008</h4>
<p>Der Wein für den Einstieg in die Welt von Zoltán Demeter, zum einfachen erklären, so er selbst. Weshalb er vielfach auch in Restaurants zum Zuge kommt. Ein Blend aus drei Terroirs, aus den Lagen Veres, Lapis und Újhegy. Ein sich ungemein über klare, reife Frucht definierender, halbtrockener Furmint. In der Nase kühle Frucht aus grünen und gelben Äpfeln. Am Gaumen auch mit diesen sortentypischen Apfelaromen, schön saftig, klar, der Restzucker ergänzt die feinen, tanzenden Säuren, fein schmelzend, ganz leichter mineralischer Touch, gut verständlich, offen, freundlich. Fein.</p>
<p>Morgen dann zu den Lagenweinen&#8230;</p>
<div id="attachment_4937" class="wp-caption alignleft" style="width: 646px"><a rel="attachment wp-att-4937" href="http://borwerk.de/2010/07/18/zu-gast-bei-zoltan-demeter-tokaj/zoltan_demeter_03/"><img class="size-full wp-image-4937 " title="zoltan_demeter_03" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/07/zoltan_demeter_03.jpg" alt="" width="636" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Die magische Szenerie einer umfunktionierten, ehemaligen Backstube. Während Zoltán den Pressvorgang überwacht, findet sich genügend Zeit und Ruhe auf dem Sofa, Gedanken nachzugehen oder zu lesen.</p></div>
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		<item>
		<title>20von50 &#8211; Große Furmint-Verkostung, Teil III: Kikelet, Szepsy, Kiralyudvar, Lenkey, Orosz Gabor, Demter Zoltan</title>
		<link>http://borwerk.de/2010/02/28/20von50-grose-furmint-verkostung-teil-iii-kikelet-szepsy-kiralyudvar-lenkey-orosz-gabor-demter-zoltan/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=20von50-grose-furmint-verkostung-teil-iii-kikelet-szepsy-kiralyudvar-lenkey-orosz-gabor-demter-zoltan</link>
		<comments>http://borwerk.de/2010/02/28/20von50-grose-furmint-verkostung-teil-iii-kikelet-szepsy-kiralyudvar-lenkey-orosz-gabor-demter-zoltan/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 21:40:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Events, Verkostungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Die verbliebenen sieben Notizen von der großen Furmint-Verkostung&#8230; Furmint Birtok 2008, Tokaj Kikelet, Tarcal Kühle grün-gelbe Frucht, steinig mineralische Töne, aber sehr im Hintergrund. Am Gaumen wider allem bislang von Kikelet bekanntem ausgesprochen markant, mit kräftig gestrickten, von klarer, mineralischer Struktur geprägten Säuren und eher zurückhaltenden, zurückgehaltenen Fruchtaromen. Angreifen, jung, ungebändigt. Braucht unbedingt noch Ruhe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die verbliebenen sieben Notizen von der großen Furmint-Verkostung&#8230;</p>
<h4>Furmint Birtok 2008, Tokaj Kikelet, Tarcal</h4>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="10">
<tbody>
<tr>
<td width="307" valign="top">Kühle grün-gelbe Frucht,   steinig mineralische Töne, aber sehr im Hintergrund. Am Gaumen wider allem   bislang von Kikelet bekanntem ausgesprochen markant, mit kräftig gestrickten,   von klarer, mineralischer Struktur geprägten Säuren und eher zurückhaltenden,   zurückgehaltenen Fruchtaromen. Angreifen, jung, ungebändigt. Braucht   unbedingt noch Ruhe in der Flasche.</td>
<td width="307" valign="top"><span style="color: #888888;">Restzucker: 4,8 g/l<br />
Säure: 7,1 g/l<br />
Alkohol: 13,0 % Vol.<br />
Von 35 und 20 Jahre alten Reben, 40 hl/ha, Mitte Oktober geerntet, mit   heimischen Hefen in Holzfässern vergoren, danach sieben Monate lang in Holz   ausgebaut.</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Szepsy Furmint Urbán dűlő 2007, Szepsy István, Mád</h4>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="10">
<tbody>
<tr>
<td width="307" valign="top">Jung. Glasklare, kühle, ganz   leicht stählern-würzig mineralische Nase. Auch am Gaumen stahlig-elegant,   sehr kompakt und extraktreich, dabei kühl und ungemein geradlinig. Anklänge   von unreifen Äpfeln, Mandarinen und Mandeln, definiert sich derzeit jedoch vorwiegend   über seine durchweg präsente Mineralität. Langer Abgang. Bemerkenswert. Aber   noch sehr jung.</td>
<td width="307" valign="top"><span style="color: #888888;">Restzucker: 4,0 g/l<br />
Säure: 5,2 g/l<br />
Alkohol: 14,5% Vol.<br />
Von 55 Jahre alten Rebstöcken,   am 12. Oktober geerntet, in Holz vergoren mit heimischen Hefen, dann in   400l-Fässern über acht Monate ausgebaut.</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Tokaj Furmint Sec 2007, Királyudvar Pincészet, Tarcal</h4>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="10">
<tbody>
<tr>
<td width="307" valign="top">Kühle, helle Frucht,   kristallklar. So auch am Gaumen, elegant, sehr schön fein aufeinander   abgestimmte filigrane Säuren, angenehm leichte Frucht aus grünen Äpfeln und   gelben Birnen und subtile, steinerne Mineralität. Unkapriziös, geradlinig, klar.</td>
<td width="307" valign="top"><span style="color: #888888;">Restzucker: 9,0 g/l<br />
Säure: 6,8 g/l<br />
Alkohol: 12,5% Vol.<br />
Von 35 Jahre alten Rebstöcken, 20 hl/ha, 25. September geerntet, im Holzfass   vergoren und danach im Holz über sechs Monate ausgebaut.</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Tokaj Furmint Demi Sec 2007, Királyudvar Pincészet, Tarcal</h4>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="10">
<tbody>
<tr>
<td width="307" valign="top">Deutlich wärmere Nase als   der trocken ausgebaute Bruder. Türkischer Honig, unreife Zwetschgen und ein   Hauch Feuerstein in der Nase. Am Gaumen traubig, reife grüne Frucht, mit   feinstem, zartem Schmelz betörend, sanft in klare Säuren und ebensolche   Mineralität gebettet. Gute Länge.</td>
<td width="307" valign="top"><span style="color: #888888;">k.A.</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Korposd Furmint 2007, Lenkey Család Szőlészete és Pincészete, Mád</h4>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="10">
<tbody>
<tr>
<td width="307" valign="top">Gedeckt kühl in der Nase,   halbreife Äpfel und Honig. Am Gaumen mit frischen, leichten, geradezu   beschwingten Säuren. Süße, überreife Frucht, vorwiegend aus grünen Äpfeln,   leicht matte, etwas vom Holz abgefederte Säuren, daneben recht spannende vegetabile   Noten, u.a. Gurke. Gute Spannung aufbauend, gegen Ende dann etwas abflachend.</td>
<td width="307" valign="top"><span style="color: #888888;">Restzucker: 2,7 g/l<br />
Säure: 7,5 g/l<br />
Alkohol: 12,5% Vol.<br />
Von 20 Jahre alten Rebstöcken,   am 26. September geerntet, mit heimischen Hefen in Holz vergoren, dann über   12 Monate in Holz gereift.</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Tokaii Furmint Betsek 2007, Orosz Gábor, Mád</h4>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="10">
<tbody>
<tr>
<td width="307" valign="top">Weich und warm in der Nase, Gummibärchenaromen,   Mango und Kräuter. Am Gaumen mit schmelziger Textur, sehr vom Holz dominiert,   Vanillearomen, so sie die Frucht nicht gänzlich überdecken, verfälschen sie   zumindest deren Charakter. Nicht genug, der Alkohol drückt gewaltig, zerstört   jeden restlichen Eindruck. Nein danke, nachsitzen.</td>
<td width="307" valign="top"><span style="color: #888888;">Restzucker: 7,0 g/l<br />
Säure: 5,9 g/l<br />
Alkohol: 15,5% Vol.<br />
Von 20 Jahre alten Rebstöcken, 30 hl/ha, am 22. September geerntet, mit   heimischen Hefen in Holz vergoren, danach in 225l-Holzfässern ein Jahr lang   gereift.</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Tokaji Furmint Lapis 2008, Demter Zoltán, Tokaj</h4>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="10">
<tbody>
<tr>
<td width="307" valign="top">Wunderbar elegante, leicht   warme Nase, mit Mandarinen, reifen Birnen, roten Äpfeln und türkischem Honig.   Am Gaumen mit ganz zartem Schmelz, grüne Äpfel, kühle, ganz klar   strukturierte Säuren, wunderbar ausbalanciert, elegant, geradlinig. Lang.   Sehr schön.</td>
<td width="307" valign="top"><span style="color: #888888;">Restzucker: 3,5 g/l<br />
Säure: 6,6 g/l<br />
Alkohol: 14,0 % Vol.<br />
Von 30 Jahre alten Rebstöcken, 20 hl/ha, am 4. November geerntet, in   400l-Holzfässern vergoren und in denselben fünf Monate lang gereift</span>.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Verkostung beim TerroirClub, Teil I: Maurer Oszkár &#8211; Olaszrizling, Demeter Zoltán &#8211; Veres Furmint, Királyudvar &#8211; Demi Sec</title>
		<link>http://borwerk.de/2009/05/11/terroirclub-teil-i-maurer-oszkar-olaszrizling-demeter-zoltan-veres-furmint-kiralyudvar-demi-sec/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=terroirclub-teil-i-maurer-oszkar-olaszrizling-demeter-zoltan-veres-furmint-kiralyudvar-demi-sec</link>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 05:59:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Délvidék (Vojwodina, Serbien)]]></category>
		<category><![CDATA[Events, Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzgänge]]></category>
		<category><![CDATA[Weißweine]]></category>
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		<category><![CDATA[Maurer Oszkár]]></category>
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		<category><![CDATA[Vojwodina]]></category>
		<category><![CDATA[Weißwein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte es lange Zeit nicht mehr zu den etwa ein Mal pro Monat stattfindenden Verkostungen beim TerroirClub geschafft. Interessant sind die Verkostungen dort schon allein deshalb, weil stets auch einige ausländische Weine angeboten werden. Das hilft beim Benchmarken &#8211; sowohl was Qualität, geschmackliche Ausrichtung und nicht zuletzt Preis-Leistungs-Gefüge angeht. Verkostungsnotizen gebe ich trotzdem nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte es <a href="http://borwerk.de/2008/11/30/verkostung-beim-terroirclub-teil-i-kakas-tokaji-furmint-2007-demeter-zoltan-somloi-furmint-2007-hollovar-pinceszet-lapis-furmint-1999-kiralyiudvar/">lange Zeit</a> nicht mehr zu den etwa ein Mal pro Monat stattfindenden Verkostungen beim TerroirClub geschafft. Interessant sind die Verkostungen dort schon allein deshalb, weil stets auch einige ausländische Weine angeboten werden. Das hilft beim Benchmarken &#8211; sowohl was Qualität, geschmackliche Ausrichtung und nicht zuletzt Preis-Leistungs-Gefüge angeht. Verkostungsnotizen gebe ich trotzdem nur zu den ungarischen Weinen. Wobei der erste, der Welschriesling von Maurer Oszkár gleich kein &#8220;echter&#8221; Unagr ist, sondern aus der Vojwodina stammt, dem Norden Serbiens, wo nach wie vor eine recht große ungarische Minderheit lebt.</p>
<h6>Maurer Oszkár, Fodor Olaszrizling 2006, Vojvwdina (Serbien)</h6>
<p class="MsoNormal">Ausgesprochen interessantes, für Olaszrizling untypische Bouquet: dicht, einnehmend, Speck, Rauchfleisch, Kürbiskernöl und Quittenkompott. Am Gaumen sehr angenehme, dezente, frisch-fruchtige Säuren von Zitronen und grünen Früchten, fleischige Konsistenz, sehr geradlinig. Reife grüne Äpfel. Warme, weiche leicht rauchige Mineralik. Kurzer bis mittlerer Abgang.<br />
10,19 EUR (2.880 Ft)</p>
<p class="MsoNormal">
<h6>Veres Furmint 2007, Demeter Zoltán, Tokaj</h6>
<p class="MsoNormal">Den 2007er reinsortigen Furmint aus der Lage Veres hatte ich bereits kurz vor Silvester getrunken. Im Vergleich hatte er mir am wenigsten zugesagt von allen Lagen-Furmint von Demeter Zoltán, die ich bis dato trinken konnte. Diesmal zeigte er sich entwickelter und dadurch auch etwas konzentrierter. Unheimlich warmes Bouquet, feine Frucht aus Aprikosen und Pfirsichen, dezente Säure. Am Gaumen eine schöne rauchig-steinige Mineralik, Frucht von grünen Äpfeln, schöne Säuren, Dicht in seiner Schlankheit, geradlinig. Mittlerer Abgang.<br />
17,79 EUR (4.990 Ft)</p>
<p class="MsoNormal">
<h6>Demi Sec 2005, Királyudvar, Tokaj</h6>
<p class="MsoNormal">In der Nase volles, dicht, würzige Säuren und mineralische Töne, Orangenschalen und leichte spuren von Botrytis. Am Gaumen zeigt er sich bereits jetzt schön gereift, kompakt, reife grüne Äpfel. Zarter Schmelz, schöne, filigrane Säurestruktur. Mittlerer Abgang.<br />
16,39 EUR (4.590 Ft)</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Morgen im zweiten Teil, drei Rotweine aus Eger und Mátra&#8230;</p>
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		<title>Királyudvar Sec 2006 unter den Tops 2008 von Matt Kramer (Wine Spectator)</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 05:11:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Tokaj]]></category>
		<category><![CDATA[Demeter Zoltán]]></category>
		<category><![CDATA[Furmint]]></category>
		<category><![CDATA[Hárslevelű]]></category>
		<category><![CDATA[Királyudvar Sec]]></category>
		<category><![CDATA[Weißwein]]></category>
		<category><![CDATA[Wine Spectator]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dieser Veröffentlichung wurde Matt Kramer, Wein-Journalist beim Wine Spectator, in einem hiesigen Weinblog als vorgelagerte Bastion des ungarischen Weines bezeichnet. Und so schlecht ist das Bild nicht. Wann kommt es schon mal vor, dass ungarische Weine im Rampenlicht stehen. Viel zu selten, erst recht wenn es um trockene Weißweine geht. Und da freut es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_867" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-full wp-image-867" title="bw_news" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2009/03/bw_news.jpg" alt="BorWerk News" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">BorWerk News</p></div>
<p>Nach dieser Veröffentlichung wurde Matt Kramer, Wein-Journalist beim Wine Spectator, in einem hiesigen Weinblog als vorgelagerte Bastion des ungarischen Weines bezeichnet. Und so schlecht ist das Bild nicht. Wann kommt es schon mal vor, dass ungarische Weine im Rampenlicht stehen. Viel zu selten, erst recht wenn es um trockene Weißweine geht. Und da freut es auch einen selbst umso mehr, wenn man in der eigenen Meinung bestärkt wird, dass nämlich gerade in den trockenen Furmint und Hárslevelű ein großes Potential steckt, das bislang nur die wenigstens wahrgenommen haben oder wahrnehmen wollen.</p>
<p>Doch schnell noch zu Kramer und der eigentlichen Meldung.</p>
<p>Kramer hatte am Jahresende seine ganz persönliche retrospektive in Form einer allseits bewährten und Kramerbeliebten Topliste erstellt. Darunter befanden sich fünf Rotweine – und ein Weißwein: der Lagenwein Sec (das ist der Name der Lage, es handelt sich hier nicht um einen Schaumwein!), Jahrgang 2006, von Királyudvár, 70% Furmint, 30% Hárslevelű. Ich freue mich auch für Demeter Zoltán, der als Winzer für diesen Erfolg verantwortlich zeichnet und dessen eigene Lagenweine ich glücklicherweise schon mehrmals (hier, hier und hier) verkosten konnte.</p>
<p>Die anderen Weine von Kramers Topliste:</p>
<p>Rhys Vineyards Pinot Noir Swann Terrace 2006 (Kalifornien)<br />
Clau de Nell Anjou Rouge a Norbert (Loire)<br />
Catherine et Pierre Breton Bourgueil Clos Sénéchal 2005 (Loire)<br />
Colomé Estate Malbec 2006 (Argentinien)</p>
<p>PyramidValley Vineyards &#8220;Earth Smoke&#8221; &amp; &#8220;Angel Flower&#8221; 2006 (Neuseeland)</p>
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