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	<title>Ungarn und Wein. BorWerk - Das Blog über ungarische Weine &#187; Cabernet Franc</title>
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	<description>Das Blog über ungarische Weine</description>
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		<title>Cabernet 2006, Günzer Zoltan, Villany-Siklos</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 07:30:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Konsequent: wo Cabernet draufsteht, sind die beiden Cabernets auch drin. Vom Franc 60, vom Sauvignon folglich 40%. Die Trauben stammen aus den Lagen Dobogó und Jammertal, landeten nach ihrer Gärung für 16 Monate zum Ausbau zu 30% in neue und zu 70% in gebrauchten Barriques aus ungarischer Eiche. Ist man, nach all dem Technischen &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9377" class="wp-caption alignleft" style="width: 239px"><a href="http://borwerk.de/2012/01/30/cabernet-2006-gunzer-zoltan-villany-siklos/gunzer_cabernet_2006/" rel="attachment wp-att-9377"><img class="size-medium wp-image-9377" title="gunzer_cabernet_2006" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/01/gunzer_cabernet_2006-229x300.jpg" alt="" width="229" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Günzer - Cabernet 2006</p></div>
<p>Konsequent: wo Cabernet draufsteht, sind die beiden Cabernets auch drin. Vom Franc 60, vom Sauvignon folglich 40%. Die Trauben stammen aus den Lagen Dobogó und Jammertal, landeten nach ihrer Gärung für 16 Monate zum Ausbau zu 30% in neue und zu 70% in gebrauchten Barriques aus ungarischer Eiche.</p>
<p>Ist man, nach all dem Technischen &#8211; was ja auch hin und wieder mal sein muss &#8211; endlich beim Wein angelangt, fällt er durch eine schöne Griffigkeit und zumindest Zweischichtigkeit auf. Rubinrot und von mittlerer Dichte. Dann ist da diese gereifte Frucht, vor allem aus Zwetschgenkompott, kühl, gesetzt, in sich ruhend. Pilze, erdig. Dann, quasi parallel laufend, eine schöne Würze grünbräunlicher Kräuter, die Angriffsfläche bietet und den Merhanteil des Franc aufzeigt, gegrillte grüne Paprika, leicht gepfefferte Auberginen, Lakritz, Bitterschokolade. Holz, trocken. Hinten recht lang auslaufend, die Würze zunehmend abpuffernd und in der Frucht gar leicht süßlich werdend. Recht nett und allemal spannender, als die Alltagsweine der letzten Einträge, dem <a href="http://borwerk.de/2012/01/26/trio-2008-takler-pince-szekszard/">Trió</a> und dem <a href="http://borwerk.de/2012/01/20/vinum-rubrum-2009-csutoras-pince-eger/">Vinum Rubrum</a> ohnehin.</p>
<p>Wein: Cabernet 2006<br />
Weingut, Ort: Günzer Zoltán, Villány<br />
Rebsorte/n: 60% Cabernet Franc, 40% Cabernet Sauvignon<br />
Alkoholgehalt: 13,0% Vol.<br />
Preis: 7,90 EUR, 2.360 Ft</p>
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		<title>Trio 2008, Takler Pince, Szekszard</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 14:24:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da tummelt sich der Merlot neben den beiden Cabernets und dazu hat sich auch noch Kékfrankos, Blaufränkisch gesellt. Warum sich das dann &#8220;Trió&#8221; nennt, bleibt offen. Zusammen macht das aber per se ein in viele Richtungen stilistisch-geschmacklich abgesichertes alltagstaugliches Rotweinpaket. So kommt das dann auch raus aus der Flasche &#8211; und an beim Weintrinker. Mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9378" class="wp-caption alignleft" style="width: 173px"><a href="http://borwerk.de/2012/01/26/trio-2008-takler-pince-szekszard/takler_trio_2008/" rel="attachment wp-att-9378"><img class="size-medium wp-image-9378" title="takler_trio_2008" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/01/takler_trio_2008-163x300.jpg" alt="" width="163" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Takler - Trió 2008</p></div>
<p>Da tummelt sich der Merlot neben den beiden Cabernets und dazu hat sich auch noch Kékfrankos, Blaufränkisch gesellt. Warum sich das dann &#8220;Trió&#8221; nennt, bleibt offen. Zusammen macht das aber per se ein in viele Richtungen stilistisch-geschmacklich abgesichertes alltagstaugliches Rotweinpaket. So kommt das dann auch raus aus der Flasche &#8211; und an beim Weintrinker.</p>
<p>Mit leicht trübem, mittlerem Rubin im Glas. Mit einer recht warmen, verhalten würzig und mit Holz ausgestatteten Nase mit dunkelroter Frucht aus roten und schwarezn Johannisbeeren. Am Gaumen ist es dann in der Tat einer dieser Standardrotweine mit denen man nicht falsch, aber auch nie wirklich richtig liegen kann. Uniform. Auch im vierten Lebensjahr nach wie vor mit frischer Frucht aus Kirschen, roten und schwarzen, Johannisbeeren, hier nur den schwarzen, Brombeeren, etwas Holz, ganz vorsichtig zugreifenden Gerbstoffen und gut eingebetteten Säuren. In sich rund, schlank, ok eben. Getrunken, für gut befunden und eben auch durch seine Beliebigkeit wieder schnell vergessen. Solche Typen muss es aber schließlich auch geben.</p>
<p>Wein: Trió 2008<br />
Weingut, Ort: Takler Pince, Szekszárd<br />
Rebsorte/n: Merlot, Cabernet<br />
Alkoholgehalt:<br />
Preis: 6,70 EUR, 1.990 HUF<br />
Internet: <a onclick="javascript:_gaq.push(['_trackEvent','outbound-article','http://www.takler.com']);" href="http://www.takler.com/">takler.com</a></p>
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		<title>Völgysegi Tüzkö Domb Cuvee 2003, Tüzkö Birtok, Szekszard</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 07:11:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der ist noch nicht am Ende. Vielmehr ist er von mir vielleicht gerade zum richtigen Zeitpunkt erwischt worden. Wobei, viel Luft hat er dann nicht mehr vertragen. Schon nach gut einer Stunde wirkte die Frucht deutlich oxidiert, wurde zunehemnd schwerer genießbar. Doch bis dahin: ein bemerkenswert gut zu trinkender Wein, der Spaß machte. Und auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8728" class="wp-caption alignleft" style="width: 197px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/07/volgysegi-tuzko-domb-cuvee-2003-tuzko-birtok-szekszard/tuzko-birtok_tuzko-domb-cuvee_2003/" rel="attachment wp-att-8728"><img class="size-medium wp-image-8728" title="tuzko-birtok_tuzko-domb-cuvee_2003" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/tuzko-birtok_tuzko-domb-cuvee_2003-187x300.jpg" alt="" width="187" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Tűzkő Birtok - Völgységi Tűzkő Domb Cuvée 2003</p></div>
<p>Der ist noch nicht am Ende. Vielmehr ist er von mir vielleicht gerade zum richtigen Zeitpunkt erwischt worden. Wobei, viel Luft hat er dann nicht mehr vertragen. Schon nach gut einer Stunde wirkte die Frucht deutlich oxidiert, wurde zunehemnd schwerer genießbar. Doch bis dahin: ein bemerkenswert gut zu trinkender Wein, der Spaß machte. Und auch ein Nachweis, dass das Antinori-Investment einen Knowhow-Transfer mit sich brachte, welcher dem etwas abgelegenen Randbereich von des Szekszárder Weingebietes bis in das andere, nach Tolna reinragend, schon früh gut tat und nach wie vor gut tut. Der Stil ist international, beweist aber, dass bei einem professionellen Zugang ziemlich viel möglich ist. Und das an sich ist doch schon etwas wert.</p>
<p>Das Cuvée aus Cabernet Franc und Merlot ist das Flagschiff des Weingutes. Die Trauben stammen von Neupflanzungen, richtig zurück gerechnet waren die Stöcke für diesen Jahrgang neun Jahre alt. Das Ergebnis ist so gesehen beachtlich, Luft nach oben gibt es definitiv. Mir erschein die Frucht letztlich etwas überreif, nicht frisch genug, da wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen? Aber im Nachhinein ist es leicht, alles besser zu wissen.</p>
<p>Tiefes, dunkles, undurchdringlich-trübes Rubinrot, an den Rändern ins Bräunliche verlaufend. Kühl leuchtende dunkelrote Frucht aus halb angetrockneten schwarzen Kirschen und vor allem schwarzen Johannisbeeren, dazu ganz ganz dezente Holztöne und verdörrte, knorrig-verwachsene alte Latschenkiefern. Am Gaumen schnell zu Wort kommend. Mit ausgeprägten Gerbstoffen, schon in der Mitte der Trinksequenz ziemlich ausdrücklich und nachhaltig adstringierend. Die Säuren spielen im Hintergrund genau richtig eingespielt mit. Bitterschokolade. Holz ohnehin. Die Frucht wirkt anfangs noch vital, leicht süßlich, von kühler Hand fest gehaltene Johannis- und Holunderbeeren. Wirkt mit zunehmendem Luftkontakt aber auch etwas überreif, oxidiert gar ein wenig. Die Schiene läuft gut mit den Gerbstoffen mit, ehe sie sich dann gegen Ende hin verliert, verwässert. Der zu Beginn aufgebaute Druck flacht ab, wird nur noch künstlich von den Gerbstoffen gehalten. Was anfänglich breit und vielschichtig war, fällt gegen Ende ein wenig  in sich zusammen &#8211; und verharrt dann doch noch tapfer auch einer schönen, ansprechenden Ebene. Mittlerer Abgang, der durch die Gerbstoffe länger sein möchte.</p>
<p>Wein: Völgységi Tűzkő Domb Cuvée 2003<br />
Weingut, Ort: Tűzkő Birtok, Bátaapáti<br />
Rebsorte/n: Cabernet Franc, Merlot<br />
Alkoholgehalt: 13,5% Vol.<br />
Preis: leider keine Ahnung mehr (vermute irgendwo zwischen 10 und 20 EUR)<br />
Internet: <a href="http://www.tuzkobirtok.hu/">tuzkobirtok.hu</a></p>
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		<title>Villanyi Cabernet Franc 2006, Bakonyi Peter, Villany-Siklos</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 04:14:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das ist mal wieder einer der Weine, die es einem das Leben schwer machen. Ich hatte ihn bereits vor einiger Zeit getrunken, konnte mich nur noch dunkel daran erinnern. Was ja erst einmal nicht ausmacht, auch den Kopf frei hält für das Hier und Jetzt, in dem man den Wein antrifft. Die Retrospektive, erst nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8153" class="wp-caption alignleft" style="width: 204px"><a href="http://borwerk.de/2011/08/17/villanyi-cabernet-franc-2006-bakonyi-peter-villany-siklos/bakonyi_cabernet-franc_2006/" rel="attachment wp-att-8153"><img class="size-medium wp-image-8153" title="bakonyi_cabernet-franc_2006" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/07/bakonyi_cabernet-franc_2006-194x300.jpg" alt="" width="194" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Da schwebt was lautlos rum - warum auch immer. Gewohnt infantile Strichzeichnung von Heißluftballonen... Bakonyi Péter - Villányi Cabernet Franc 2006</p></div>
<p>Das ist mal wieder einer der Weine, die es einem das Leben schwer machen. Ich hatte ihn bereits <a href="http://borwerk.de/2009/11/17/cabernet-franc-2006-bakonyi-peter-siklos/">vor einiger Zeit getrunken</a>, konnte mich nur noch dunkel daran erinnern. Was ja erst einmal nicht ausmacht, auch den Kopf frei hält für das Hier und Jetzt, in dem man den Wein antrifft. Die Retrospektive, erst nach der jetzigen Verkostung gemacht, verzerrt ein wenig das Bild zu seinen Ungunsten. Denn der Cabernet Franc des kleinen Erzeugers Péter Bakonyi hat sich wirklich gut gehalten, eher noch zugelegt.</p>
<p>Aber, wie gesagt, er macht es einem dann doch schwer. Nach dem Öffnen zeigt er sich schön, bereitet nach einer halben Stunde noch etwas mehr Freude. Am Folgetag dann ruht er sogar noch etwas besser in sich. Um am zweiten und Dritten tag dann zwar erstaunlich stabil und wach zu bleiben und somit viel Potential aufzuzeigen &#8211; nicht ohne aber dann doch in eine etwas ungute Richtung abzudriften.</p>
<p>Doch langsam, en Detail: mittleres Rubinrot. In der Nase insgesamt kühl, mit klassich grüner Paprikanite, roter warmer Frucht, auch etwas Moos, Würze von eingelegtem grünen Pfeffer, Kapern, sanftes, leicht feuchtes Holz, mit der Zeit auch Lakritz. Und dann ist da eine schöne Würze, eine reife, leicht schmelzige Frucht aus minimal-süßlich-saftigen Erdbeeren und Brombeeren &#8211; und auch wieder Lakritz. Alles deutet sich zwar gleich anfangs an, aber nur rudimentär, widerwillig. Und bereitet sich dann mit etwas Widerwillen, mit leichter Verzögerung aus. Das macht das Gesamtpaket spannend, man verlangt nach mehr. Die nicht unkräftigen Säuren begleiten angenehm die Frucht, zum Ende angenehm adstringierend. Mittel bis lang im Abgang.</p>
<p>Am Folgetag dann auch Bitterschokolade und die Frucht wirkt etwas gefälliger, breiter, weicher &#8211; und noch reifer, süßlicher. Was nichts ausmacht, eher einen angenehmen Drall Richtung Fülle verleiht, ohne fett zu wirken. Dann, am dritten Tag, nimmt die Frucht deutlich ab und die Säuren in der Wahrnehmung über Gebühr zu, überdecken fast alles. Zurück bleibt dann der Eindruck eines recht hart, eng geschnittenen Weines. So gefällt er dann nicht mehr, davor aber absolut gut, vom Preis ganz zu schweigen.</p>
<p>Wein: Villányi Cabernet Franc 2006<br />
Weingut, Ort: Bakonyi Péter, Siklós<br />
Rebsorte/n: Cabernet Franc<br />
Alkoholgehalt: 13,5% Vol.<br />
Preis: 7,70 EUR (2.100 Ft)</p>
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		<title>Zekk von Zwack. Teil III: Kissvörös 2009, Kiss Gabor, Villany-Siklos</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 06:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Zekk. Der Jolly Joker des Lebens.&#8221; Eine Spaßkanone, dieser Zekk. Klingt zynisch, despektierlich? Ist auch so gemeint. Denn so viel Distanz habe ich schon lange nicht mehr zu einem Ansatz entwickelt. Rein graphisch machen die Etiketten ja was her. Das fällt im Laden auf, passt in die Jahreszeit. Gut. Kein Problem. Aber den Rest, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7788" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a rel="attachment wp-att-7788" href="http://borwerk.de/2011/06/27/ungarn-weinmarketing-zekk-serie-zwack-teil-i-chardonnay-2010-benedek-pince-matra/zekk_banner/"><img class="size-full wp-image-7788" title="zekk_banner" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/06/zekk_banner.jpg" alt="" width="636" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Zekk war offensichtlich schon leicht bedüdelt beim Fotografieren, zumindest würde das die leichte Schräglage von manch einer Flasche erklären.</p></div>
<p>&#8220;Zekk. Der Jolly Joker des Lebens.&#8221; Eine Spaßkanone, dieser Zekk. Klingt zynisch, despektierlich? Ist auch so gemeint. Denn so viel Distanz habe ich schon lange nicht mehr zu einem Ansatz entwickelt. Rein graphisch machen die Etiketten ja was her. Das fällt im Laden auf, passt in die Jahreszeit. Gut. Kein Problem. Aber den Rest, das Geschreibsel könnte man sich wahrlich sparen. Diesmal gehts im Etikettentext um folgende inhaltiche Leere:</p>
<p>Anfang des Zitats.<br />
Zekk verlässt ab und an die irdischen Sphären und verwandelt sich in ein kosmisches Wesen. Ich bin ein Ufo geworden, Mutter, sagt er, wenn er heimkommt.<br />
Ende des Zitats.</p>
<p>Ähem. Das steht da so für sich, und ein weiterer Kontext erschließt sich auch nicht zusammen mit den anderen Etiketten der Serie (zum <a href="http://borwerk.de/2011/06/27/ungarn-weinmarketing-zekk-serie-zwack-teil-i-chardonnay-2010-benedek-pince-matra/">Chardonnay</a>, zum <a href="http://borwerk.de/2011/06/29/zekk-von-zwack-teil-ii-villanyi-rose-2010-heumann-villany-siklos/">Rosé</a>).</p>
<div id="attachment_7819" class="wp-caption alignright" style="width: 206px"><a rel="attachment wp-att-7819" href="http://borwerk.de/2011/07/01/zekk-von-zwack-teil-iii-kissvoros-kiss-gabor-villany-siklos/zekk_kiss-gabor_kissvoros_2009/"><img class="size-medium wp-image-7819" title="zekk_kiss-gabor_kissvoros_2009" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/07/zekk_kiss-gabor_kissvoros_2009-196x300.jpg" alt="" width="196" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Kiss Gábor - Kissvörös 2009</p></div>
<p>Der Wein ist diesmal das kleine Rote Cuvée von Gábor Kiss. Und auch wenn man selbst nach dem dritten von vier Weinen noch kein ganzheitliches Konzept (außer dem clownesken Hasen und den Sprüchen) erkennen kann, dann liegt das diesmal daran, dass der Wein anfänglich sich von gar keiner guten seite zeigt. Er braucht nämlich Luft &#8211; und das nicht zu wenig. Verharrt anfänglich in einer Art Schockzustand von leicht säuerlicher, schwer definierbarer Frucht mit recht deutlichem Holzanteil. Mehr ist da nicht. Dass er dann doch ein gutes Stück mehr kann, der kleine Rote, zeigt sich eben erst nach langer Zeit, im Grunde sogar erst am Folgetag. Dekantieren wäre also zu empfehlen. Aber wer macht das schon bei so einem Wein, der per se wie ein leichter Alltagstropfen daher kommt, doch wohl auch so verstanden werden soll?</p>
<p>Das macht es für den (das ist jetzt nicht despektierlich gemeint) Normalkonsumenten schwierig, zumindest derzeit überhaupt mit dem Positiven, mit der schönen Seite in Kontakt zu kommen. Mit der dunkelrot verkochten Frucht in der Nase, den deutlichen Nougat und später dann eben nur noch angenehm feinen, warmen Holztönen. Und am Gaumen mit einer auch jetzt nach wie vor von etwas zu dominanten Säuren latent überlagerten Frucht aus Kirschen und Zwetschgen, der etwas fleischigen Textur, den sanften Gerbstoffen, die zum Ende hin leicht adstringierend wirken. Nicht komplex, nichts Spannendes (der <a href="http://borwerk.de/2009/12/27/3751/">2007er</a> gefiel mir letztlich doch besser), aber klar, geradlinig, und zu einem (gerade noch) fairen Preis.</p>
<p>Noch einer steht aus. Dann darf Zekk in die kosmischen Sphären zurück, oder wo immer er auch hergekommen sein mag&#8230;.</p>
<p>Wein: Kisvörös 2009<br />
Weingut, Ort: Kiss Pince, Villány<br />
Rebsorte/n: Cab. Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot<br />
Alkoholgehalt: 13,0% Vol.<br />
Preis: 7,20 EUR (1.925 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.kisspince.hu/" target="_blank">kisspince.hu</a></p>
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		<title>Pentaton 2006, Duzsi Tamas, Szekszard</title>
		<link>http://borwerk.de/2011/05/15/pentaton-2006-duzsi-tamas-szekszard/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pentaton-2006-duzsi-tamas-szekszard</link>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 14:22:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Syrah]]></category>

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		<description><![CDATA[Pentaton. Fünfton-Musik. Eine Eigenheit der alten, archaischen ungarischen Volkslieder. Burgund trifft hier Bordeaux. Ein internationaler Rebsortenspiegel. Fünf sind im Spiel: Pinot, Merlot, Syrah und die beiden Cabernets. Raus gekommen ist ein internationaler Wein der doch genug Ecken und Kanten hat, um als netter Charakterdarsteller anzukommen. Macht daher Spaß, kommt direkt süffig rüber, aber bei dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7031" class="wp-caption alignleft" style="width: 287px"><a rel="attachment wp-att-7031" href="http://borwerk.de/2011/05/15/pentaton-2006-duzsi-tamas-szekszard/duzsi-tamas_pentaton_2006/"><img class="size-medium wp-image-7031" title="duzsi-tamas_pentaton_2006" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/04/duzsi-tamas_pentaton_2006-277x300.jpg" alt="" width="277" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dúzsi Tamás - Pentaton 2006</p></div>
<p>Pentaton. Fünfton-Musik. Eine Eigenheit der alten, archaischen ungarischen Volkslieder.</p>
<p>Burgund trifft hier Bordeaux. Ein internationaler Rebsortenspiegel. Fünf sind im Spiel: Pinot, Merlot, Syrah und die beiden Cabernets. Raus gekommen ist ein internationaler Wein der doch genug Ecken und Kanten hat, um als netter Charakterdarsteller anzukommen. Macht daher Spaß, kommt direkt süffig rüber, aber bei dem Adjektiv zu verharren, würde ihm nicht gerecht werden&#8230;</p>
<p>Mittleres, leicht trübes Purpur. In der warmen Nase Auberginen, Rauch, geschmorte Brombeeren, grünpfeffrige Würze. am Gaumen erst einmal nicht druckvoll, einleitend fast etwas wässig wirkend, aber letztlich doch breit aufgestellt und mit sicherem Stand und dann doch mit Druck kommend und mit recht ausladender Würze anwerbend, umwerbend. Ziemlich dicht gewoben, Frucht von Holunder, Brombeeren und schwarzen Johannisbeeren, Röstaromen, ein klein wenig Nougat, gegrillte grüne Papripa, schön adstringierend, mittlerer Abgang.</p>
<p>Wein: Pentaton 2006<br />
Weingut, Ort: Dúzsi Tamás, Szekszárd<br />
Rebsorte/n: 50% Pinot Noir, 20% Merlot, 14%  Syrah, 8% Cabernet Franc, 8% Cabernet Sauvignon<br />
Alkoholgehalt: 13,0% Vol.<br />
Preis: rund 19,00 EUR (4.980 Ft)<a href="http://www.bolykipinceszet.com/" target="_blank"><br />
</a>Internet: <a href="http://www.bolykipinceszet.com/" target="_blank"></a><a href="http://www.duzsitamas.hu/">duzsitamas.hu</a></p>
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		<title>Villany heute, Teil IV: Groß und Größe, Bock und Malatinszky</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 11:10:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Roséweine]]></category>
		<category><![CDATA[Rotweine]]></category>
		<category><![CDATA[Villány-Siklós]]></category>
		<category><![CDATA[Weißweine]]></category>
		<category><![CDATA[Bock]]></category>
		<category><![CDATA[Cabernet Franc]]></category>
		<category><![CDATA[Malatinszky]]></category>
		<category><![CDATA[Malatinszky Kúria]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn der Bock sich selber einen schießt &#8211; und der Gaumen beim Nachbarn dann doch noch seinen Frieden findet. Über einen teils recht heftigen Benchmarking-Test in Ungarns Rotwein-Hochburg Villány. Groß? Was ist groß im Qualitätsweinbau? Eine Produktion von über 600.000 Flaschen jährlich ist nicht nur in Ungarn eine Ansage. Und für das kleine Weinland in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6972" class="wp-caption alignleft" style="width: 646px"><a rel="attachment wp-att-6972" href="http://borwerk.de/2011/04/22/villany-heute-teil-iv-gros-und-grose-bock-und-malatinszky/villany_hausberg_szarsomlyo_01/"><img class="size-full wp-image-6972" title="villany_hausberg_szarsomlyo_01" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/04/villany_hausberg_szarsomlyo_01.jpg" alt="" width="636" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Götterdämmerung? Sonnenaufgang hinter dem Hausberg von Villány, dem Szársomlyó</p></div>
<p><span style="color: #808000;"><em>Wenn der Bock sich selber einen schießt &#8211; und der Gaumen beim Nachbarn dann doch noch seinen Frieden findet. Über einen teils recht heftigen Benchmarking-Test in Ungarns Rotwein-Hochburg Villány. </em></span></p>
<p>Groß? Was ist groß im Qualitätsweinbau? Eine Produktion von über 600.000 Flaschen jährlich ist nicht nur in Ungarn eine Ansage. Und für das kleine Weinland in jedem Fall das obere Ende der Fahnenstange. &#8220;Groß&#8221; soll hier aber gleichzeitig für herausragende Qualität stehen. Für wahrhaft große Weine also. Und es mag verwundern: vom selben Produzenten gibt es Weine ab 5 Euro. Aufwärts, bis hin zu satten 70 Euro. Wir sind immer noch in Ungarn und reden nicht von Aszús aus der prominenten Region Tokaj. Zumindest der Preis suggeriert also: man hat es hier mit etwas Besserem zu tun. Hier, beim Weingut Bock in Villany.</p>
<p>Der &#8220;Magnifico&#8221; 2006, eben jener 70 Euro-Pfünder, erweist sich dann aber als im Grunde rezeptpflichtig: tiefdunkel im Glas, mit überreifer, folglich säurearmer und zu Tode geteerter schwarzer, medizinischer Frucht und einem Tanninbombardement, das einem alles zusammenzieht. Sechzehnkommafünf Prozent Alkohol. Reinsortig Merlot. Die preislich nahe liegenden Cuvées Libra und Capella folgen &#8211; verkürzt gesagt -  dieser Richtung. Unerträglich. Untrinkbar. Kriegserklärung für den Gaumen, nur auf ärztliche Anweisung einzunehmen. Wem gefällt das? Wer bezahlt das? Was soll das?</p>
<p><strong>Organisches Wachstum: vom Vorreiter zum Großbetrieb</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_6977" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-6977" href="http://borwerk.de/2011/04/22/villany-heute-teil-iv-gros-und-grose-bock-und-malatinszky/asphaltieren-2/"><img class="size-full wp-image-6977" title="asphaltieren" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/04/asphaltieren.jpg" alt="" width="300" height="241" /></a><p class="wp-caption-text">Infrastruktur: ja! Teerige Weine: nein!</p></div>
<p>Hier ist von einem Bock die Rede. Keinem, der geschossen wurde. Sondern von József Bock &#8211; einem, nein &#8220;dem&#8221; bekanntesten Rotweinerzeuger Ungarns. Auch wer in Ungarn nichts bis wenig mit Wein am Hut hat, kennt seinen Namen. Er war einer der ersten, der nach der Wende in Villány die Zeichen der Zeit erkannte und in ebenso konstantem wie rasantem Tempo eine inzwischen beachtliche Familiendynastie aufbaute. Während viele andere noch Jahre brauchten, um zu realisieren, dass ein &#8220;Weiter so!&#8221; in den alten Strukturen nicht mehr angesagt war, nutzte Bock die Gunst der Stunde und investierte. Das macht er heute noch, ein nimmermüder Hansdampf.</p>
<p>Und so wandelt man mit ihm durch ein Kellersystem, in dem sich aberhunderte von Barriquefässern stapeln. Eine Welt für sich, mitten im beschaulichen Ort Villány, die man von außen nicht ansatzweise vermuten würde.</p>
<p>Respekt verdient er dafür, keine Frage. Bock hat ganz wesentlich dazu beigetragen, dass Villány &#8211; und damit Ungarn &#8211; über die Landesgrenzen hinweg überhaupt wahrgenommen wurde. Dort, wo es &#8211; selten genug &#8211; ungarische Weine gibt, ist Bock nicht weit. Und auch heute noch entsteht kein Artikel über Villány, ohne dass Bock, oder die andere lokale Größe, Attila Gere, besucht werden. Ein Muss? Nein, nicht mehr. Allenfalls zum Benchmarking.</p>
<p>Das Hauptproblem ist: Bock scheint über die Jahre dem Ansatz &#8220;mehr ist mehr&#8221; gefolgt zu sein. Das Ergebnis: am unteren Ende findet man nichtssagende Weine, am oberen Ende untrinkbare. Unten scheint alles in die Flasche zu kommen, was nicht rechtzeitig von den Staren vernascht wurde. Oben vertritt er einen Stil, der eher an äußerst schwergängige Weine aus Übersee, als an gemäßigtes Kontinentaleuropa erinnert. Lokalkolorit? Fehlanzeige.</p>
<p>Dazwischen spielt sich dann vielleicht der noch interessanteste Teil ab. Hier bekommt man gute Qualität und auch schöne Weine, etwa die 2006er Royal Cuvée und manche sortenreine Selektionen. Das Sortiment ist groß, umfasst knapp 20 Weine. Die 600.000 wollen verkauft sein. Gut, dass wer es sich einfach machen will, nach wie vor zu Bock greift. Wirklich danebenliegen kann man im unteren Bereich nicht und als Gastgeschenk funktioniert ein Bock in Ungarn immer. Der Name trägt, erträgt es. Womit aber nach wie vor offen bleibt, wer bereit ist, das extrem teure obere Ende des Segments einzukaufen. Und wofür? Der Budapester Geldadel, Etikettentrinker, schräge Fanatiker. Und Bocks Nachwuchs? Auch das neue &#8220;Bock n&#8217;Roll&#8221;-Einstiegs-Cuvée vom Sohn Valér Bock zeigt nicht wirklich eine neue, inspirierende Richtung. Bis auf weiteres bleibt Bock &#8220;on track&#8221;. Am falschen Gleis.</p>
<p><span id="more-6971"></span><strong>Malatinszky: verhohlene Tradition, moderne Weine</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Größe? Wie definiert sich Größe? Gemeint ist nun selbstredend nicht Quantität, sondern Qualität. Definiert sie sich in hohen Punktewertungen? Über Medaillen und Auszeichnungen? Über hohe Flaschenpreise? Über Weinbautradition? Oder gar über die adlige Herkunft des Machers? Und auch wenn viele und insbesondere die letzten beiden Kriterien auf Csaba Malatinszky zutreffen, am Ende sind es doch die Weine selbst, die für ihn sprechen.</p>
<p>Dass in seinen Adern blaues Blut pulsiert und seine Familie bereits seit dem 14. Jahrhundert am Balaton Weine erzeugt, leitet uns aber in eine unnötig falsche, gänzlich verklärende Richtung. Bei Csaba Malatinszky trifft man auf einen selbstbewussten, eloquenten Vertreter einer neuen Generation ungarischer Erzeuger, die quasi mit eingebautem Echtheitszertifikat ins Hier und Jetzt passt.</p>
<p>Der Ansatz: im Weinberg <a href="http://borwerk.de/2011/03/06/villany-heute-teil-iii-mannen-der-unterschiedlichsten-art-die-weine-von-wassmann-und-heumann/">mit Hilfe der Wassmanns</a> neuerdings kontrolliert ökologisch arbeiten, um das Terroir möglichst deutlich zum Vorschein zu bringen. Im Keller noch in Teilen spontane Vergärung, vorsichtige Pressvorgänge und auch danach &#8211; wie etwa beim Abstich &#8211; ein äußerst behutsamer Umgang mit dem flüssigen Gut, das später ein paar der besten Weine Ungarns geben soll.</p>
<div id="attachment_6973" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-6973" href="http://borwerk.de/2011/04/22/villany-heute-teil-iv-gros-und-grose-bock-und-malatinszky/malatinszky_csaba/"><img class="size-medium wp-image-6973" title="malatinszky_csaba" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/04/malatinszky_csaba-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Csaba Malatinszky</p></div>
<p>Das Gros der Weine findet auf Csaba Malatinszky Gut seinen Platz in klassischen Barriques. Wenn Holz, dann ausschließlich heimische Eiche und ein bedachter Einsatz ohne dominante Töne und harten Tannine.</p>
<p>Malatinszkys Werdegang? Wie so oft ein Einstieg über Umwege. Er arbeitete bis Anfang der 1990er als Sommelier im berühmten Restaurant Gundel in Budapest. Damals, lange her, noch die erste Adresse für feine Küche. Nach dieser Zeit verschlug es ihn in das Bordelais, er ging nach Frankreich, um praktische Erfahrung in der Weinbereitung zu sammeln. Seine Stationen: Chateau Pichon-Longueville, Chateau Lynch-Bages und Chateau Cos D&#8217; Estournel. Es folgte ein Intermezzo als Weinhändler, dann der Schwenk zum Weinbau, nach Villány, in dieselbe Straße wie Bock. Nachbarn, die unterschiedlicher nicht sein könnten.</p>
<p>Seine ersten Weine erzeugte Csaba Malatinszky noch nicht alleine. Unfreiwillig &#8211; und auf frappierende Weise in sich konsistent &#8211; sammelte er auch hier Erfahrungen. Was er bei der Zusammenarbeit mit Bock, Csányi und Jekl in wenigen Jahren sah, entsprach schlichtweg nicht seinen Vorstellungen. Das Terroir Villány fand in den Weinen der lokalen Größen entweder gar nicht oder viel zu wenig statt. Da musste &#8211; seiner Meinung nach &#8211; schlichtweg mehr drin sein. Die Schlussfolgerung: alles alleine und vieles anders machen. Das hat seinen Freundeskreis nicht unbedingt vergrößert.</p>
<p><strong>Villány kann Großes &#8211; wenn man es lassen will</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Letztlich dürfte es ihm egal sein. Seine Weine sprechen in der Tat eine andere Sprache, als die seiner Lehrmeister; sie bilden das ab, was ihre Reben an die Trauben weitergegeben haben: das Terroir der schweren Lössböden Villánys. Die Cabernet Francs der ungefiltert in der Flasche gefüllten Premium-Linie &#8220;Kúria&#8221; sind wirklich groß. Und selbstredend fähig, Vergleiche mit anderen fantastischen Weinen der Welt aufzunehmen. Hier löst Malatinszky sein selbstauferlegtes Versprechen ein, dass Villány kann, wenn man es können lassen will. Der Cabernet Franc 2008, noch nicht auf dem Markt, zeigt eine warme, enorm konzentrierte, gekochte Frucht, zeigt Nougat und Kaffee, bringt sanften aber umso nachhaltigeren Druck. Und angespannte Tannine. Lagern!</p>
<p>Der derzeit erhältliche 2007er Cabernet Franc Kúria ist schon ein Stück offener, mit freundlicher, leicht süßlicher Schwarzkirschen-Brombeer-Frucht und fast demütigender Power bei ausgeprägten aber nicht zu aufdringlichen Tanninen. Zeit geben ist aber auch hier angesagt.</p>
<p>Apropos Zeit und Potential: das zeigt sich bei Csaba Malatinszky  &#8211; wie es eigentlich sein sollte &#8211; auch schon im Einstiegsbereich. Doch ähnelt der 2007er &#8220;Tenkes&#8221; &#8211; ein sehr runder Blend aus Cabernet Sauvignon und Merlot &#8211; mit seiner klaren und eleganten Frucht stilistisch eher einem Burgunder ähnlich, als einem Bordeaux, wie die Cuvée vermuten ließe.</p>
<p>Bereits darunter macht der &#8220;Illatos&#8221;, der &#8220;Duftende&#8221; dem Gaumen mit seiner unverkrampften und zugänglichen Art Freude. Ein schöner Alltagswein. Stilistisch absurderweise in Richtung Bordelais: der spannende Mix aus Pinot und (vor allem) Blaufränkisch im 2007er &#8220;Pinot Bleu&#8221;. Weiß und schön, wenngleich ein wenig international getrimmt: der &#8220;Serena 2009&#8243; mit unverhohlen lockendem Muscat Ottonel.</p>
<p>Am Ende zurück zum Anfang: auch von Malatinszky gibt es Weine ab 5 Euro. Bis hin zu 75 Euro (für das extrem dichte Bordeaux-Cuvée &#8220;Kövesföld&#8221;). Wir sind immer noch in Villány. Und jetzt ist es auch richtig, ist es auch gut so.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-6974" title="Malatinszky_Kuria_borsor" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/04/Malatinszky_Kuria_borsor.jpg" alt="" width="636" height="374" /></p>
<p><strong>Bezugsquellen:</strong></p>
<p>Einige Weine des in drei Stufen (Le Sommelier, Noblesse, Kúria) unterteilten Sortiments von Malatinszky bei <a href="http://unikornis-shop.de/shop/category_79/Malatinszky-Winzerei.html?pse=apq">Unikornis</a></p>
<p>Die Weine von Bock unter anderem bei:</p>
<p><a href="http://www.tokajshop.de/alle-produkte/wein/">Tokajshop.de</a><br />
<a href="http://unikornis-shop.de/shop/category_41/Bock---Vill%C3%A1ny.html?shop_param=cid%3D%26">Unikornis</a><br />
<a href="http://www.weinkomplott.de/catalog/winery.php?manufacturers_id=18#18">Weinkomplott</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Artikel ist auch auf <a href="http://www.captaincork.com/">CaptainCork</a> erschienen.</p>
<p>Teil einer Artikelserie zu Villány-Siklos. Der Einstieg zur Serie “” findet sich <a href="../2011/03/06/2010/12/28/ein-phonix-aus-loss-villany-siklos-heute-eine-bestandsaufnahme/">hier</a>.<br />
Und Teil I über den Jungwinzer Ákos Ruppert findet sich <a href="../2011/03/06/2010/12/29/jung-improvisierend-experimentierfreudig-akos-ruppert/">hier</a>.<br />
Und Teil II über Gábor Kiss ist <a href="../2011/01/20/villany-heute-teil-ii-gimme-a-kiss/">hier verfügbar</a>.<br />
Teil III über Wassmann und Heumann gibt es <a href="http://borwerk.de/2011/03/06/villany-heute-teil-iii-mannen-der-unterschiedlichsten-art-die-weine-von-wassmann-und-heumann/">hier</a>.</p>
<p>……………………………………………………………………</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ördöngös 2005, Bolyki Pinceszet, Eger</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 17:41:10 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bolyki]]></category>
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		<description><![CDATA[Da war doch was, eine denkbar schlechte Erinnerung. Und eben doch noch eine Flasche eben jenes Weines, der sich vor einem halben Jahr oxidiert gezeigt hatte. Eine längere Wartezeit schien folglich unangemessen. Der letzte 2005er Ördöngös verließ gestern die Flasche und landete als erstaunlich schöner, wenngleich mit etwas zu starken Säuren belasteter Blend aus Cabernet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5517" class="wp-caption alignleft" style="width: 232px"><a rel="attachment wp-att-5517" href="http://borwerk.de/2010/10/22/ordongos-2005-bolyki-pinceszet-eger/bolyki_ordongos_2005/"><img class="size-medium wp-image-5517" title="bolyki_ördöngös_2005" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/10/bolyki_ördöngös_2005-222x300.jpg" alt="" width="222" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Bolyki - Ördöngös 2005</p></div>
<p>Da war doch was, eine denkbar schlechte Erinnerung. Und eben doch noch eine Flasche eben jenes Weines, der sich <a href="http://borwerk.de/2010/10/22/ordongos-2005-bolyki-pinceszet-eger/">vor einem halben Jahr oxidiert</a> gezeigt hatte. Eine längere Wartezeit schien folglich unangemessen. Der letzte 2005er Ördöngös verließ gestern die Flasche und landete als erstaunlich schöner, wenngleich mit etwas zu starken Säuren belasteter Blend aus Cabernet Franc, Merlot und Kékfrankos (Blaufränkisch) im Glas. Mit mittlerem, leicht trübem und leicht bränlichem Rubinrot und einer feinen, dezent warm-holzigen Kirschnase. Am Gaumen schlank und schön, weil klar geschnitten, mit saftiger roter Sauerkirschfrucht, wohl dosiertem Holz, aber eben etwas allzu spitzen Säuren. Doch ab dem zweiten Glas dann der Abbau an der Luft&#8230; und das Ende in ein und demselben oxidierten Zustand, wie die Vorgängerflasche. Der hat einfach kein Standing (mehr).</p>
<p>Wein: Ördöngös 2005<br />
Weingut, Ort: Bolyki Pince, Losonczi völgy<br />
Rebsorte/n: Cabernet Franc, Merlot, Kékfrankos<br />
Alkoholgehalt: 14,0% Vol.<br />
Preis: 10,00 EUR (2.700 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.bolykipinceszet.com/" target="_blank">bolykipinceszet.com</a></p>
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		<item>
		<title>Egri Varvedö 2007, Toth Ferenc, Eger</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Apr 2011 12:33:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eger]]></category>
		<category><![CDATA[Rotweine]]></category>
		<category><![CDATA[Cabernet Franc]]></category>
		<category><![CDATA[Cabernet Sauvignon]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Tóth Ferenc]]></category>

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		<description><![CDATA[Várvédő, Verteidiger der Burg, von Eger, vor den Türken. Verkapptes Stierblut sozusagen. Das ist ein erstaunlich rüstiges Weinchen. Hält sich wacker über drei-vier Tage, was man eingangs nicht vermutet hätte. Denn in der Summe ist das ein recht fett daher kommender, fruchtdominierter und daher leicht zugänglicher, gut trinkbarer Rotwein für den Alltag. Mit satten Aromen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em></p>
<div id="attachment_6946" class="wp-caption alignleft" style="width: 293px"><a rel="attachment wp-att-6946" href="http://borwerk.de/2011/04/13/egri-varvedo-2007-toth-ferenc-eger/toth-ferenc_egri-varvedo_2007/"><img class="size-medium wp-image-6946" title="toth-ferenc_egri-varvedo_2007" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/04/toth-ferenc_egri-varvedo_2007-283x300.jpg" alt="" width="283" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Tóth Ferenc- Egri Várvédő 2007</p></div>
<p>Várvédő</em>, Verteidiger der Burg, von Eger, vor den Türken. Verkapptes Stierblut sozusagen. Das ist ein erstaunlich rüstiges Weinchen. Hält sich wacker über drei-vier Tage, was man eingangs nicht vermutet hätte. Denn in der Summe ist das ein recht fett daher kommender, fruchtdominierter und daher leicht zugänglicher, gut trinkbarer Rotwein für den Alltag. Mit satten Aromen schwarzer Kirschen, einer insgesamt leicht süßlichen Frucht, der nötigen Portion Holz, nicht zu viel und nicht zu wenig, gut getakteten Säuren und einer runden, fleischigen Textur. Mittel im Abgang. Nett. Seinen Preis habe ich erst im Nachhinein gesehen und halte ihn für überzogen.</p>
<p>Wein: Egri Várvédő 2007<br />
Weingut, Ort: &#8220;Egri Borvár&#8221; / Tóth Ferenc, Eger<br />
Rebsorte/n: Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon<br />
Alkoholgehalt: 13,5% Vol.<br />
Preis: 15,00 EUR (3.950 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.egriborvar.hu/">egriborvar.hu</a></p>
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		<item>
		<title>Mőcsényi Cuvée Reserve 2006, Möcsenyi Kastelyborok, Tolna</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 18:05:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rotweine]]></category>
		<category><![CDATA[Tolna]]></category>
		<category><![CDATA[Cabernet Franc]]></category>
		<category><![CDATA[Kékfrankos]]></category>
		<category><![CDATA[Merlot]]></category>
		<category><![CDATA[Mőcsényi Kastélyborok]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6923" class="wp-caption alignleft" style="width: 255px"><a rel="attachment wp-att-6923" href="http://borwerk.de/2011/04/10/mocsenyi-cuvee-reserve-2006-mocsenyi-kastelyborok-tolna/mocsenyi-kastelyok_reserve_2006/"><img class="size-medium wp-image-6923" title="mocsenyi-kastelyok_reserve_2006" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/04/mocsenyi-kastelyok_reserve_2006-245x300.jpg" alt="" width="245" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Möcsenyi Kastelyborok - Mőcsényi Cuvée Reserve 2006</p></div>
<p>Piero Antinori, großer Name, bekannte italienische Familiendynastie, hatte es Anfang der 1990er Jahre auf einer Reise auch ins mehr als überschaubare ungarische Örtchen Mőcsény verschlagen.  Behauptet wird, es sei Liebe auf den ersten Blick gewesen. Jedenfalls <del>begann </del>- es muss wohl eher &#8220;ließ&#8221; heißen &#8211; Antinori einige Jahre später vor Ort mit der Erzeugung von Weinen beginnen. Mőcsény gehört zum Weinbaugebiet Tolna, welches im Süden Ungarns, wenn man so will &#8220;eingeklemmt&#8221; zwischen Villány, Pécs und Szekszárd eher unauffällig vor sich hinlebt. Viel hört man nicht, viel Qualität gibt es nicht.</p>
<p>Die Weine von <em>Möcsenyi Kastelyborok</em>, Möcsenyer Schlossweine,  so der Name des Gutes, sind allesamt im Einstiegsbereich eingepreist. Die Cuvée Reserve von 2006 besteht aus Cabernet Franc, Merlot und Kékfrankos, also Blaufränkisch und ist für rund 5,90 EUR zu haben. Mittleres trübes, leicht bräunliches Rubinrot. In der Nase schon Alterstöne, Karamelltöne, vor allem aber Erdbeeren. Am Gaumen dann recht dick, sich mit einer ausgesprochen süßlichen, matten roten Frucht und deutlichen Nougattönen fast schon etwas vulgär aufdrängend und breit machend.  Warmes Holz, schon etwas kraftlos. Kurz bis mittel im Abgang. Gar nicht mein Fall.</p>
<p>Wein: Mőcsényi Cuvée Reserve 2006<br />
Weingut, Ort: Mőcsényi Kastélyborok, Mőcsény<br />
Rebsorte/n: Cabernet Franc, Merlot und Kékfrankos<br />
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.<br />
Preis: 5,90 EUR (1.568 Ft)</p>
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