16. Januar 2009
Mark'O, Kékfrankos 2005
Dunkles, leicht trübes Purpurrot. In der Nase dominiert kühles, grünes Holz, daneben etwas Minze, Andeutung von roten Beeren. Im Mund drängen sich wieder das kühle Holz und feuchtes, grünes Moos in den Vordergrund. Daneben leichte Würzigkeit und wenig, schwer definierbare Frucht. Unausgewogen und flach. Für den Preis ganz anständig, aber auch nicht mehr. Warum ausgerechnet...
03. Januar 2009
Villa Tolnay, Kékfrankos Tradition 2005
Wenn Schweizer Privatiers das Weinemachen zum Hobby erklären, ist bisweilen schon so manch guter Tropfen dabei rausgekommen…
Helles Rubinrot. Verführerisch warmes, gleichzeitig weich-samtiges, fein-würziges (leicht pfeffrig) Bouquet, deutliche Sauerkirsch-Aromen, dezenter Holzeinsatz. Im Mund dann zuallererst wie ein Pinot Noir, gar nicht typisch für Blaufränkisch....
23. Dezember 2008
Das Etikett habe ich diesmal bewusst nicht abgelichtet. Das wollte ich meinen Lesern und meinem Blog nicht antun. Aber daran sieht man mal wieder, wie wenig die Aufmachung letztlich über den Inhalt aussagt. Denn was die kleine Familienkellerei Grócz da für nicht einmal fünf Euro bietet, ist richtig schön. Und besser, als der Blaufränkisch von Weninger, den ich zum Auftakt dieser Serie verkostet hatte!
Recht...
20. Dezember 2008
Thummerer Vilmos, Eger, und Takler Ferenc, Szekszárd. Zwei große Namen des jeweiligen Anbaugebietes. Beide sind schon lange aktiv und inzwischen breit aufgestellt, was ihr Angebot anbelangt. Beide bieten inzwischen rote Flaggschiffe an, die auf international getrimmt sind und auch als Kampfansage gegen die heimische Konkurrenz aus Villány zu verstehen ist. Der eine, Thummerer, mit dem Vili Papa Cuvée schon...
16. Dezember 2008
Vergangenen Freitag hatte Zwack zu einer Weinverkostung geladen. Zwack mag außerhalb Ungarns nur denjenigen ein Begriff sein, die bereits einmal in hier waren und zwangsläufig mit UNICUM, der ungarischen Variante von Jägermeister in Kontakt kamen. Die mit Abstand bedeutendste Spirituosen und Weinhandelsdynastie Ungarns hatte jedenfalls alle Weinliebhaber zu den „Weihnachts-Open“, zur Verkostung besonderer...
13. Dezember 2008
Weninger, Kékfrankos 2006
Mit dem Kékfrankos von Weninger möchte ich eine kleine Verkostungs-Serie starten, die sich um die einfachen reinsortigen Kékfrankos, also Blaunfränkisch dreht. Da Sopron das ungarische Pendant zum österreichischen Burgenland, dem Blaufränkisch-Land ist, war es naheliegend, mit einem Wein von dort zu beginnen.
Kékfrankos ist eine der Rebsorten, auf die man in fast allen Anbaugebieten...
28. November 2008
Bősz Adrián, Báta Cuvée 2006
Dunkles Purpur, leicht trüb, recht dünn. Der kleine Rote ist sofort präsent: Schokoladenkekse dominieren, etwas Frucht, Erdbeeren und Trockenpflaumen, im Hintergrund stets mineralische Noten in Gestalt von Gummi. Erstaunlich versiert und recht komplex am Gaumen, fleischig, dunkle Beeren, Minze, auch hier etwas gummi-teerartiges, leichte Bitterkeit, mittlere Tannine in Gestalt...
14. November 2008
Beide sind ein Muss bei jeder Bikavér-Probe: Gál Tibor aus Eger und Vesztergombi Ferenc aus Szekszárd. Den einen trieb es hinaus in die weite Welt, ehe er in Südafrika bei einem Autounfall ums Leben kam. Der andere blieb zu Hause und lebt noch heute die Familientradition fort. Der eine war bis zuletzt umtriebig und kämpfte auf vielen Schauplätzen für die eine Reniassance und damit verbundene zwangsläufige...