Weißweine
13. Juni 2010
Homonna Attila, Határi Furmint 2007
Immer wieder und immer noch und auch jetzt mit dem neuen Jahrgang 2007 einer meiner absoluten Lieblings-Furmint. Der Stil ist sofort wiederzuerkennen, warme, klassische Frumint-Nase aus reifen grünen Äpfeln, Gräsern, fast Waldmeister-, in jedem Fall aber Botrytis-Noten. Am Gaumen recht saftig, zupackend, mit sehr direkt ansprechender schöner, reifer grüngelber Apfel-Birnenfrucht,...
11. Juni 2010
Verschiedene externe Widrikeiten einschließlich höherer Gewalt durch Hochwasser haben mich von meinem Schreibfluss abgehalten. Das klingt dramatischer als es ist, soll letztlich nur eine indirekt Entschuldigung bzw. Erklärung für das verspätete Erscheinen des dritten Teils der Notizen zur Szentesi-Verkostung sein.
Am Ende waren es dann noch vier Flaschenweine, die zu verkosten waren. Der Schritt zurück...
04. Juni 2010
József Szentesi (hatte meine Kamera zu Hause vergessen, Copyright alkoholista.blog.hu)
Jószef Szentesi ist einer von den Guten. Einer von denen, die es gut meinen, ehrlich sind, freundlich, offen, traditionsbewusst ohne rückwärtsgewandt zu sein. Seine Offenheit hat ihn letztlich doch zum Wein zurück gebracht, zum Weinbau genauer gesagt.
Anfang der 1990er, als er noch seinem Vater in den Weinbergen bei Nadap,...
03. Juni 2010
Szászi Endre, Badacsonyi Rózsakő 2009
Nach dem erst kürzlich verkosteten Kéknyelű, nun der reinsortig ausgebaute Rózsakő (Badacsony 36), “Rosenstein”, eine Kreuzung aus Kéknyelű x Budai Zöld von 1957, die kaum noch zu finden ist. Sehr ähnlich texturiert wie der Kéknyelű, ungemein saftig, fruchtig, frisch – im Direktvergleich etwas breiter, satter, mit noch reiferer Frucht. In...
26. Mai 2010
Miklóscsabi, Haramia 2007
“Der Dichter, der Dichter,
der kriegt was auf die Lichter.”
(kleine Reminiszenz an OJ)
Manch Erzeuger meint ja, auffallen zu müssen. Wenn schon nicht durch außergewöhnliche Weine, dann doch zumindest durch entsprechende Etiketten. Warum auch nicht, der Faktor Marketing kommt ja zumeist eher zu kurz, was verständlich aber in der heutigen Welt leider Gottes fatal ist....
16. Mai 2010
Szászi Endre, Kéknyelű 2009
Herrlich fruchtig-florales Bouquet, so saftig, dass man am liebsten gleich in den Glasinhalt beißen möchte. Überreife Äpfel und Birnen, Pfirsich und Sommerwiese, auch Vanille-Holz-Töne. Und so auch am Gaumen, wo strukturell der Biß sogar widerstand fände: ein gut gelaunter, ungemein saftig-fruchtiger Kéknyelű, noch jung und frisch und etwas ungestüm, aber nicht oberflächlich....
14. Mai 2010
Hernyák Birtok, Zöld Veltelini 2008
Als Weinliebhaber ist man ja bekanntermaßen fast permanent auf der Suche. Ganz allgemein, nach schönen Weinen und Neuentdeckungen. Ich selbst im Besonderen nach einem wirklich guten Grünen Veltliner aus Ungarn. Bislang vergeblich, vielleicht auch weil es doch sprichwörtlich so naheliegend und einfach ist, sich in dieser Frage dem Nachbarland Österreich zuzuwenden und...
04. Mai 2010
Skrabski, Betyár Rizling 2008
Bei dem Namen meint man ja anfänglich, dass man es mit einem polnischstämmigen Winzer in Ungarn zu tun hat. Skrabski Borászat, ein gänzlich unbekanntes, kleines Weingut aus dem Weinbaugebiet Balatonfüred-Csopak. Und dann ist es doch kein Pole, hinter dem Namen steht mittlerweile gar ein ungarischer Unternehmer, der sein Geld u.a. mit dem größten Immobilienportal im Netz...
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