28. November 2008
Bősz Adrián, Báta Cuvée 2006
Dunkles Purpur, leicht trüb, recht dünn. Der kleine Rote ist sofort präsent: Schokoladenkekse dominieren, etwas Frucht, Erdbeeren und Trockenpflaumen, im Hintergrund stets mineralische Noten in Gestalt von Gummi. Erstaunlich versiert und recht komplex am Gaumen, fleischig, dunkle Beeren, Minze, auch hier etwas gummi-teerartiges, leichte Bitterkeit, mittlere Tannine in Gestalt...
24. November 2008
Ajajaj, nicht gut. Gar nicht gut. Musste leider altersmäßig mächtig weit auseinander liegende Kontrahenten gegeneinander verkosten. Aber beide gibt es so im normalen Weinfachhandel, der 2006er von Sebestyén, logisch, aber eben auch den 2003er von Vincze, dem ungarischen Winzer des Jahres 2005 (was meiner Meinung nach allerdings wenig bis nichts zu sagen hat). Dumm gelaufen, Asche auf mein Haupt, und...
15. November 2008
Ich bin ja nicht so leicht für Kadarka zu gewinnen. Aber ich lass mich da gerne eines besseren belehren und ganz langsam scheint sich das auch tatsächlch zu ändern. Ist schon in sich interessant, was für unterschieldiche Interpretationen reinsortiger Kadarka es inzwischen gibt. Zwangsläufig gibts da was für jeden, also auch für mich. Ich hatte spontan die Möglichkeit, zwei Kadarka aus zwei Anbaugebieten...
14. November 2008
Beide sind ein Muss bei jeder Bikavér-Probe: Gál Tibor aus Eger und Vesztergombi Ferenc aus Szekszárd. Den einen trieb es hinaus in die weite Welt, ehe er in Südafrika bei einem Autounfall ums Leben kam. Der andere blieb zu Hause und lebt noch heute die Familientradition fort. Der eine war bis zuletzt umtriebig und kämpfte auf vielen Schauplätzen für die eine Reniassance und damit verbundene zwangsläufige...
11. November 2008
Lisicza, Ében 2006
Ich war ja schon mal gemein zu Lisicza. Und muss es wieder sein, leider. Purpur mit leichtem braunen Schimmer. Mittlere Dichte. In der Nase noch sehr interessant. Es Weihnachtet bekanntlich schon überall sehr. Hier auch: Lebkuchengewürzmischung, Nelken, Zimt… sehr interessant, dachte ich mir noch. Dann aber am Gaumen enttäuschend. Wenig Frucht, dafür umso mehr Holz. Grüne Tannine,...
06. November 2008
Das zweite Duellpaar. Gegensätze treffen aufeinander. Auf der einen Seite der von Blaublütigen vorangetriebene Großbetrieb, wenn man so will die Fortführung der Familientradition in modernem Gewande: Domaine Gróf Zichy. Auf der anderen, der aufstrebende Jungwinzer, Bolyki János, Eger. Daraus ergeben sich fast zwangsläufig und unabhängig vom Anbaugebiet unterschiedliche Interpretationen der Weinbereitung...
02. November 2008
Das erste Duell, nach der Einführungs-, der Aufwärmrunde. Viele der Weine landen als leicht gehobenes Angebot – die untere Mittelklasse bis Mittelklasse, wenn man so will) in Supermärkten, was nun nicht abwertend klingen soll und ich gleichem Maße für Szt. Gaál wie Juhász zutrifft. So richtig spannend sind derlei Erzeugnisse ja zumeist nicht, können es per Definition gar nicht sein. Ausnahmen...
02. November 2008
Oder doch nur einen? Aber das kann selbst ein dem Whiskey zugeneigter Highländer nicht wollen. Zumindest wenn er auf Vielfalt wert legt. Und auf Qualität, denn die kann er seit einiger Zeit wieder bekommen. Auf einem Niveau, von dem man nach der Wende nicht mal zu träumen wagte.
Aber langsam, eins nach dem anderen. Wer als Tourist nach Ungarn kommt oder sich grundsätzlich für Wein interessiert, wird...