Reinsortiger Blaufränkisch vom Nordufer des platten Sees. Und von 30 Jahre alten Rebstöcken. Und von Homola, obwohl, gemacht ja dann doch von Homonna. Und also spontan vergoren, in 500l Holz 10 Monate schlummern und entwickeln dürfen. Dann ab auf die Flasche, ohne Filter.

Wirkt erst einmal wie ein Leichtgewicht, schon im Glas: recht hell, klares Rubin. In der Nase noch sehr verhalten, dafür aber dann doch immerhin viel grünes Kräuterleben, Mandarinen, Granatapfel, knallrote, noch etwas unreife Waldbeeren. Kühl überhaupt, aber nicht frostig, nicht abweisend. Elegant auf seine Weise und jünglich bescheiden. Schlank, ja filigran erst mal am Gaumen. Subtil mit einer feinen Fruchtoberfläche spielend. Johannisbeeren sind das vor allem, auch Sauerkirschen, und dann wieder Granatapfel. Über den und mit dem kommt auch die Säure, so meint man. Die lässt sich durch die ohnehin nur eher sanften Tannine von ihrer schlanken, leicht einschneidenden Art und seinem mittleren (jungen) Körper(chen) nicht abbringen. Gut so. Das bringt Frische, unterfüttert die Jugendlichkeit ohne ungezügelten Drang. Der verharrt in seiner leicht adeligen Pose ohne falsche Attitüden. Trägt sich spielend spielerisch leicht, da ja Leichtgewicht. Und findet am Ende doch die Kurve hin zur Ernsthaftigkeit. Gibt also was. Hat also was.

 

Wein: Kékfrankos 2015
Weingut, Ort: Homola Pincészet, Palocnak
Rebsorte/n: Kékfrankos (Blaufränkisch)
Alkohol: 13,0% Vol.
Preis: 3.550 HUF, sprich etwa 11,40 EUR
Internet: homolapinceszet.hu

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