Das geht sich gut an und macht sich gut im Glas, was der junge Kis Tamás hier auf die Flasche bringt. Der Rebsaft stammt mehrheitlich von jenen Stöcken, die das Unikum Takács Lajos nach seinem Weggang vom Anbaugebiet des Großen Somló nach Tokaj hinterlassen hat.

Dieser hier verweist mit dem Namen „Narancs“, ungarisch für Orange, auf den schon längst auch in Ungarn angekommen und ja auch schon wieder abflauenden Trend um und mit Orange Wines. Grundlage ist Welschriesling, mit drei Wochen Maischestandzeit, minimalem Schwefeleinsatz. Gerade einmal 400 Flaschen hat das Jahr 2015 für diese Spielart ergeben.

Helles Goldgelb und damit gar nicht sooo intensive Farbe im Glas. Intensive Nase mit in der Tat viel Orange, vor allem getrocknete Schalen, Öl, Birnen und Quitten, etwas Litschi und recht viel frischer Ingwer. Am Gaumen warm und cremig, dicht, fast ölig, mit dagegen sich stemmenden sehr ausdrucksstarken Säuren. Die fügen sich dennoch gut ein, im Gleichtakt begleitet die klassisch mineralische Würze der Basaltböden des Somló samt spürbaren Tanninen, wirkt wie eine zusätzliche Reibefläche, ein angenehm intensiv-feinborstiger Widerstand an der Zunge. das bringt Struktur und Halt und Körper, baut Druck auf und hält diesen auch. Auch hier am Gaumen wieder getrocknete Orangenschalen, Dörr-Aprikosen, Quitten, aber insgesamt karg, wie von unwirtlicher Natur gezeichnet. Recht trocken-würzig im Abgang. Eigen und gut.

Wein: Narancs 2015
Weingut, Ort: Somlói Vándor Pince, Somlóvásárhely
Rebsorte/n: Olaszrizling (Welschriesling)
Alkoholgehalt: 13,0% Vol.
Preis: 3.390 HUF, also etwa 11,00 EUR

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