Weninger - Kékfrankos 2013Das ist und bleibt der Preis-Leistungs-Hammer schlechthin, unter den ungarischen Blaufränkisch. Vom Weninger Franz. Vom Neusiedler-See. Bio. Wirklich gut. Für den Preis mit viel Eigen- und Widerständigkeit. Der hält sich und hält sich und hält sich über Tage mit seiner maskulinen, stahlig-sehnigen Art und gibt nicht auf. Bemerkenswertes Standing – und zwingend nahgefolgt von Ovations. Wohl gemerkt: es geht hier um Leistung und Preis. Nicht falsch verstanden soll das werden als Überbewertung. Aber das hier hat seit Jahren für 7-8 EUR die Flasche bemerkenswert viel Substanz.

Holunder, Hagebutte, Graphitstaub in der Nase, dunkle, leicht angetrocknete Marmeladen-Frucht. Eher der karge, kühle, dunkle Typ am Gaumen. Das macht ihn seit längerem aus. Nicht dieses sich billig anbiedernde Frucht-Gedöns. auch am Gaumen. Auf Stahl zerronnene dunkle, fast schwarze Frucht aus zerkochten Waldbeeren. Stahlig auch die Säuren, nicht zu stark entwickelte Stränge, eher Fäden und begleitend als sich nach vorne drängend. Gedämpftes Holz. Kräuter, trocken, abgehängt. Salbei, Oregano, nur in Andeutungen. Und wieder Graphit-Noten, Staub, Späne, auf trockenem, gedämpftem Holz. Nicht breit, nicht fest, nicht tief und doch mit Ausdruck und Substanz. Mittel im Abgang.
Wein: Kékfrankos Balf 2013
Weingut, Ort: Weninger Pincészet, Balf
Rebsorte/n: Blaufränkisch
Alkoholgehalt: 13,0% Vol.
Preis: 2.490 Ft, 8,00 EUR
Internet: weninger.com

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