Turján - Tokaji Furmint 2012Nicht das Erstlingswerk, nein. Aber jung und recht neu ist Péter Turján dennoch. 2009 war, soweit bekannt, der erste Jahrgang, der auf den Markt kam, eher versteckt und gewiss unfreiwillig limitiert. Hier hat man nun 2012 in einer recht fetten Burgunderflasche vor sich. Da Turján aus dem so kleinen wie idyllisch gelegenen Ort Erdőbénye kommt, springt der Querverweis auf Attila Homonna automatisch ins Hirn. Denn der verpackt seine Tropfen in dieselben Bouteillen.

Aber lasse er das lieber und schaue er sich diesen reinsortigen Furmint frei von derlei Vergleichen an. Daneben sind noch ein trockener Gelber Muskateller und eine Muskateller Spätlese zu haben. Zusammen macht das gerade mal 4.000 Flaschen. Weniger geht kaum. Dieser Furmint gibt sich sorten- und tokaj-typisch. Er kommt modern daher und wirkt gleichzeitig handgeschnitzt. Jung wirkt er zudem noch, braucht vor allem Anfangs Zeit an der Luft, um aus sich raus zu kommen. Vor allem Pfirsich in der Nase, der irgendwie ums Eck kommt, nicht direkt einen anmacht. Kalter Stein und kaltes Holz, trockene Zitrusschalen.  Am Gaumen mit ordentlichen Säuren und leicht gedämpfter Frucht aus gelbem Steinobst, Birnen vor allem und Aprikosen. Ein mit Heu angereicherter, leicht vegetabiler Sud streckt den sonst recht geradlinig und klar strukturierten Zeitgenossen. Da verliert er Druck und Durchsetzungskraft. Elegant ist anders, feingliedrig auch. Aber das macht nichts. Der Wille ist zu spüren, das Potential in Ansätzen da. Nur Mut, weiter machen.

Wein: Tokaji Furmint 2012
Weingut, Ort: Turján Péter, Erdőbénye
Rebsorte/n: Furmint
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.
Preis: 1.990 HUF, d.h. derzeit rund 6,30 EUR
Internet: turjan.com

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