St. Andrea - Egri Kadarka 2011Die Süße ist’s, die stört. Dadurch kriegt der Schräglage. Dadurch kommt er aus dem Rhythmus, verliert die Leichtigkeit seines Kadarka-Seins und wirkt umgehend angezählt. Alk ick‘ hör Dir trapsen….

Nicht, dass ein Kadarka nicht mit einem Touch aufwarten könne, eine verspielt, etwas süßlich leichte Frucht mit sich tragen kann. Das ist nicht untypisch für den „Pinot des Ostens““, darf aber nicht Stil betonend sein und braucht Gegengewicht. Hier, neben den Zwetschgen, knallroten Beeren, diesem fast schon etwas Maoam-esken Einschlag und den Botrytis-Spuren steht zwar eine ordentliche Säure und etwas der klassischerweise recht stark ausgeprägte, sich konsequent durchziehende Strang aus einer kräuterig-erdig-hölzernen Würze. Aber das alles kann wenig gegen diese blitzeblank poliert wirkende Süße, die der förmlich leuchtenden Frucht obenauf liegt, sie überlagert, bedeckt, letztlich überwölbt und dominiert. Klingt dramatischer als es ist. Verdient aber dennoch ein Nein des Enttäuschten. Lediglich 500 Flaschen gab’s davon einmal.

Wein: Egir Kadarka 2011
Weingut, Ort: St. Andrea, Egerszalóker
Rebsorte/n: Kadarka
Alkoholgehalt: 14,0%
Preis: 10,60 EUR (3.200 Ft.)
Internet: standrea.hu

Kommentieren? Hier entlang... ▼

Connect with Facebook


Verwandte Artikel