Maurer Oszkár - Szerémi Siller 2010Noch so was tendenziell bereits zu altes. Hier sind es gar zwei Jahre mehr. Noch so was niedrig preisiges. Das nun war allerdings auch ein Restposten. Etwas müde, in die Tage gekommen wirkt er dann schon.

Und doch hat die Cuvée aus 60% Kékfrankos, also Blaufränkisch und 40% Pinot Noir etwas, fällt aus dem Raster des üblich Verdächtigen, des Alltagstrotts der Fruchtgefälligkeit. Vielleicht ist es der schwer zu beschreibende Fußabdruck des „Handgemachten“ und dabei – das gehört ja fast schon zwingend dazu – spontan Vergorenen. Das leicht rustikale, aufrichtig-ehrliche, ungeschönt Schöne.

Recht dunkles, leicht und sanft braun unterlegtes trübes Purpur. Interessante Nase, lauwarm, etwas dumpf-gedeckt, wenig Frucht, Saft aus eingelegten Pflaumen, Kirschkompott, Schweinefilet, etwas schweißig-ledrig. Am Gaumen eingekochte Pflaumenbrühe, Erdbeeren aus der Dose, Wurzelwerk, Sauerteigbrot ohne Rinde. Recht wenig Säuren, wenig Würze. Schlank, weich, leicht von Gerbstoffen aufgeraut. Das hält sich, das zieht sich durch bis zum etwas kurzen, trockenen Ende.

Wein: Szerémi Siller Táncos dűlő 2010
Weingut, Ort: Maurer Oszkár, Hajdukovo (Serbien)
Rebsorte/n: 60% Kékfrankos (Blaufränkisch), 40% Pinot Noir
Alkoholgehalt: 11,5% Vol.
Preis: war mal etwa rund 2.000 HUF, 6,80 EUR
Internet: maurerboraszat.uw.hu

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