pfneiszl_klasszikus-merlot_2013Unverhofft kommt nicht allzu oft. Der macht anfangs weniger aus sich, als es ihm gut täte. Schließlich kennt der gemeine Verbraucher wenig Gnade und bringt noch weniger Zeit, respektive Geduld mit.

Kurz: wer den mit viel Belüften, konkret an einem zweiten Tag nicht zu Gesicht bekommt, verpasst was. Gut, vermutlich wird sich dieses Problem in einem halben oder ganzen Jahr von alleine lösen. Denn jung ist er in jedem Falle noch.

Purpur nicht zu dunkel und dicht im Glas. Waldbeeren, Lack, Blut, Menthol in der Nase. Später dann unter ordentlich Luft auch Zimt und Baldrian. Am Gaumen recht schlank und wenige rund und weich, denn gerade und kühl. Holundersaft, Schwarze Kirschen, beides eingekocht. Das alles recht unterdrückt, schwach ausgeprägt und eben doch da. Auch die Säuren eher verhalten, dafür schiebt eine stählern wirkende Würze am Tag zwei ordentlich an und gibt jenen Druck und teilt in die Breite aus, so dass der recht eindimensionale und flache Eindruck von Tag eins gänzlich weg ist. Gut so. Pfeffer, Blutschorf, Kaffee. Im Abgang neben der Würze auch Gerbstoffe, trocken. So dann auch wirklich klasse für das wenige Geld.

Wein: Merlot Klasszikus 2013
Weingut, Ort: Pfneiszl Vineyards, Sopron
Rebsorte/n: Merlot
Alkoholgehalt: 13,0% Vol.
Preis: 5,40 EUR (1.600 Ft)
Internet: pfneiszl-vineyards.com

 

2 Antworten

    • In Ungarn nicht… 😉
      Aber als Händler geht man doch ohnehin mit anderen Mitteln und Perspektiven ran.
      Ich selbst kann nichts oder nicht viel daran ändern, dass es einige, nein sehr viele Weine nicht in Deutschland gibt.

      Beste Grüße, Peter Klingler

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