Homonna Attila - Édes Hármas 2011Und gleich nochmals Tokaj. Der flotte, nein süße Dreier – Édes Hármas auf Ungarisch- von Homonna Attila. Furmint, Lindenblättriger, Muskateller. Das sind die drei. Aus unterschiedlichen Parzellen. Getrennt ausgebaut. Dann vereint.

Dies ergibt fast jedes Jahr Attilas ganz eigene, moderne Interpretation eines Süßweins aus Tokaj. Nicht komplex, nicht schwierig zugänglich – und trotzdem nicht anspruchslos.

Der 11er hier kommt aber alles andere als leichtfüßig daher. Der kommt mit viel Schub, mit nachhaltigem Druck. Breitbeinig. Satte Süße, ein Tick zu wenig von Frucht unterfüttert. In der Nase Honigmelone, Mais, überreife Birne, Bananen, Ananas – all das in morgendlicher Sommersonnenwärme inmitten eines staubtrockenen Weizenfeldes. Und mit hellem Strohgelb im Glas. Am Gaumen wie erwähnt breit, ohne allzu tief zu gehen. Deftiger Schmelz, fast schon ölig, Honig, Birne und Quitte als Gelée, Bananenmus, Erdnuss, Stroh. Die Säuren sind frisch, könnten etwas prägnanter sein, spitzer, resistenter gegen die Süße. Trinkt sich aber sehr gut -für einen Süßwein mit verbliebenen 12,5% Vol. fast schon (unverschämt) zu gut. Und hält sich, stramm, im kühlen Schranke, über zwei Wochen gar.

Der Wein wurde mir zum Verkosten zur Verfügung gestellt.

Wein: Édes Hármas 2011
Weingut, Ort: Homonna Attila, Erdőbénye
Rebsorte/n: Furmint, Hárslevelű, Muskateller
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.
Preis: 15,00 EUR (4.550 Ft) für die 0,5l Flasche
Internet: homonna.com

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