Heimann - Kékfrankos Alte Reben 2012Weit mehr als ein Einstiegs-Blaufränkisch und dann auch noch zu einem attraktiven Preis! Ok, es gibt vom alteingesessenen Szekszárder Weingut Heimann darunter auch noch einen reinsortigen Kékfrankos für die Hälfte. Der ist dann endgültig für den Alltag bestimmt.

Aber dieser hier – den Name hat er „seinen“ Reben zu verdanken, die seit 1969 im Baranya-Tal wurzeln – siedelt sich vor ungarischem Hintergrund im unteren Preis-Mittelfeld an und macht seine Sache wirklich gut. Er verbirgt die recht happigen 14% Vol. und kommt ausgewogen und aber vor allem mit einem recht eigenen Stil daher. Was will man mehr?

Kühl in der Nase, mit getrockneten Preisebeeren und Zwetschgen, kaltem Rauch, hellgrauer Asche, etwas Holz und doch verhaltener Würze. Sehr geschmeidig am Gaumen, insbesondere eingangs. Dann tragend und stabil, mit frischen Säuren, Zwetschgen direkt vom Baum im Marmeladen-Einmachtopf gelandet – dort aber etwas länger zerkocht, so dass die Marmeladigkeit (ein Glück!) nicht überschwänglich sich breit macht oder gar lästig wäre. Nein. So hat man es mit einer recht kompakten, leicht unterdrückt und unterkühlt wirkenden, dennoch frischen Frucht zu tun, die einem angesichts der 14% noch „recht“ schlank wirkenden Körper gut steht (zu warm getrunken sollte darf er allerdings nicht). Dunkelrotes Kernobst, namentlich Schattenmorellen und Sauerkirschen. Graphit. Wurzelholz. Feine Tannine weben im Hintergrund fleißig ein zartes Gerüst. Mittel im Abgang, da dann auch würziger, kerniger werdend. Gut so.

Wein: Kékfrankos „Alte Reben“ 2012
Weingut, Ort: Heimann, Szekszárd
Rebsorte/n: Kékfrankos (Blaufränkisch)
Alkoholgehalt: 14,0% Vol.
Preis: 10,85 EUR (3.450 Ft)
Internet: heimann.hu

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