Benedek Pince  - Cserszegi Fűszeres 2013Man tut sich ja sonst nichts Gutes. Und langsam aber sicher ist dann auch mal wirklich wieder gut mit den Billigweinchen, wirklich. Die Bronchitis, welche mich eine Woche recht gut in Schach hielt und von Weinen weitestgehend weg ist so gut wie ausgemerzt. Weitestgehend hieß eben, dass zumindest ein paar einfache Dinge den Weg ins Glas finden sollten, trotz Rotznase. Ewas geht immer.

Und schon lange hatte ich keinen Cserszegi fűszeres mehr im Glas. Das ist ja auch so eine (für mich) unsägliche bis unnötige Kreuzung mit Traimerelternteil (Irsai Olivér x Roter Traminer). Ein bisweilen überbordender Duftikus, grrrr. Und weil Traminer jedweder Couleur bei mir immer Abwehr auslöst und seltenst Spaß macht geschweige denn überzeugen kann, ist der Bogen, den es gilt drumherum zu machen, mit einem angemessen großen Radius versehen.

Andererseits gilt: wenn man über ungarische Weine schreibt und die ungarische Weinwelt irgendwie versucht (krampfhaft) gültig abzubilden, zu repräsentieren, dann kommt man um das Zeug hin und wieder eben nicht herum. Und die nötige Distanz zum würzigen Traminerdasein kann meinereins dann trotz aller persönlichen Abneigung dann doch aufbauen. Der hier jedenfalls macht seinen Job ganz gut. Im Glas standardmäßig hell, zitronengelb. Traminernoten in der (dankenswerterweise) kühlen Nase, Zitronen, grüne Äpfel, sehr floral. Am Gaumen mit der klassischen Würze, auch hier den Traminereinschlag, Rosenwasser, floral, zitronig, unreife gelbe Birne, nicht wirklich ausgeprägten Säuren, überhaupt recht flach, griffig nur durch die Würze. Mehr ist nicht. Ein leichter Sommersonnenbegleiter eben.

 

Wein: Cserszegi fűszeres 2013
Weingut, Ort: Benedek Pince, Gyöngyöstarján
Rebsorte/n: Cserszegi fűszeres
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.
Preis: 4,80 EUR (1.490 Ft)
Internet: benedekpince.hu

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