Kiss Gábor - Rosé 264 2013Mit den Rosés ist es im Allgemeinen ja eine recht klare Sache. Man erwartet nicht allzu viel und kriegt dann auch nicht allzu viel. Ausreißer nach oben sind selten, allzu schlechtes Zeug gibt es aber auch nicht sehr oft. Das Leistungsspektrum ist eng. Schön sind die, welche neben einer guten Frucht noch frische Säuren liefern. Überdurchschnittlich positiv fallen jene auf, die da noch eine Ebene zusätzlich einziehen, einen Tick komplexer und damit zumeist auch schon automatisch eigenständig sind.

Der Rosé hier gehört zum ganz normalen Durchschnitt und muss sich auch noch den Vorwurf gefallen lassen, dass er Zeit weil Luft braucht, im in Fahrt und also dort überhaupt hin zu kommen. Denn anfangs ist er schlichtweg noch zu verschlossen, in der Nase und im Mund.

Dann schält sich mühselig eine unterkühlt wirkende Himbeerfrucht heraus, wird getragen von nicht allzu starken Säuren – naja, Merlot trägt eben den Hauptteil – und flankiert von einer glänzend polierten, metallenen Oberfläche, entlang derer sich das Ganze transparent abspielt. Dann macht er auf reduziert elegante Art Spaß an einem lauschigen Sommerabend. Mehr ist da nicht. Ein normaler, sauber gemachter Rosé eben für wenig Geld.

Wein: 364 Rosé 2013
Weingut, Ort: Kiss Pince, Villány
Rebsorte/n: Merlot, Pinot Noir, Kékfrankos/Blaufränkisch
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.
Preis: 5,50 EUR (1.690 Ft)
Internet: kisspince.hu

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