madi-borhanz_tokaji-furmint_20102010er Reife. Die beiden machen den Wein aus. Er ist ein typischer 2010er, kommt mit viel Säure. Die liegt ein wenig zu offen, zeigt sich angriffslustig und ihrer Struktur nach zu spitz, mit zu viel Oberfläche. Das merkt man am Gaumen und wenig später kriegt das auch der Magen zu spüren. Auch deshalb dominiert die Säure das große Ganze.

Und doch kommt Lebensabschnittsgefährte zum Zuge, die Frucht. Denn die ist auch stark, weil reif und gibt ganz nett Fülle und auch etwas Schmelz mit auf den Weg. Ein feinherber Einschlag, leicht rauhe Oberfläche, grüne Rebzweige, Traubenkerne, das bringt die Frucht-Säure-Paarung jedoch nicht vom weg ab.

Dunkelstrohgelb ist der im Grunde einfache und so auch preislich positionierte Furmint im Glas. Dunkelgoldgelb kommt die Frucht daher, mit Birnen, Äpfel, Quitten-Aromen – alles eher wie Kompott, nein eher Gelée und durch die Säuren in einen Spannungsbogen geraten, der interessant ist, dem Wein auch gut tut, dem aber der Unterbau fehlt. Leicht rauhe Oberfläche, grüne Rebzweige, unreife Fruchtkerne – das aber nur verhalten. Etwas dfragmentiert das Ganze, etwas zu angriffslustige Säuren. Eine Antwort auf 2010. Spät gereift, spät gelesen. 2010.

Wein: Tokaji Furmint 2010
Weingut, Ort: Mádi Borház, Mád
Rebsorte/n: Furmint
Alkoholgehalt: 13,0% Vol.
Preis: ich glaub so um die 8,50 EUR die Flasche
Internet: madiborhaz.com

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