Fekete Béla - Somlói Juhfark 2006Der gute alte liebe Béla Fekete vom Somló.

Was hat der da einem für einen Juhfark eingeschenkt. Schönster Stoff. Stoff der zeigt, was Lämmerschwanz – so der deutsche Name der seltenen Rebsorte – kann. Langlebigkeit wird ihm zugeschrieben. Die wenigsten machen es dann wirklich mit. Und Viagra hilft bei denen nicht.

Der, der braucht das nicht. Dunkles Strohgelb im Glas. Und spannend schon in der Nase. Neben einer prägnant reifen Frucht aus Aprikosen, Quitten, Birnen, Ananas: Petrolspuren, Schweißbrenner, Gummiabrieb auf Asphalt im Hochsommer. Am Gaumen eine goldbraune, reife, altersweise wirkende Frucht in subtil-feinem, warmen Holzmantel. Frische Schalen von gelbem Steinobst, kernig-sprödes Fruchtfleisch wie es fast nur Quitten haben, haben dürfen. Raum greifender Säuresaft, goldgelb, auf blankem Metall. Der Vulkanische Grund des Somló, die tiefdunklen Basaltböden geben breite Seemannsbeine auch im hohen Alter, sicheren Stand, Fülle und mineralische Substanz. Mit Mehr Luft kann man überbetonte Säuren reklamieren. Muss aber nicht. Sollte man nicht. Viel lieber sich freuen über die Tatsache, dass noch eine weitere Flasche im Keller lagert und es spannend sein wird, deren Inhalt nochmals zwei Jahre Entwicklung zu geben.

Wein: Somlói Juhfark 2006
Weingut, Ort: Fekete Pince, Somlóvásárhely
Rebsorte/n: Juhfark
Alkoholgehalt: 13,5% Vol.
Preis: damals wohl so um die 12-14 EUR, selbstredend längst nicht mehr zu haben
Internet: feketekft.com

Kommentieren? Hier entlang... ▼

Connect with Facebook


Verwandte Artikel