Buzás - Irsai Olivér 2012Das Reinemachen im Keller geht weiter. Wird auch höchste Zeit. Denn auch das ist eigentlich was für den Sommer. War eben auch so ein Restbestand, irgendwie zwischen anderen Flaschen vergessen. Das muss jetzt weg. Mitten im Winter? Sei’s drum.

Irsai Olivér, also Weine aus dieser Rebsorte, eine Züchtung von 1930, Kreuzung aus Pozsonyi Fehér (Weißer Pressburger) x Csaba Gyöngye (Perle von Csaba). Ein Hungarikum, sagen die Ungarn. also etwas, das aus Ungarn stammt und das es wohl auch nur in Ungarn gibt. Geht in die Traminer-Richtung. Ist also meist würzig-floral.

Der hier auch. Das hat immer gleich was Überbordendes für mich: in der Nase und am Gaumen. Das wirkt stets wie parfümiert, ist einfach zu viel des eben gar nicht so Guten. Und auch hier sind Traminernoten in der Nase, viel Litschi-Frucht, Rosenblütenwiese, Lush-Seifenladen, an den sich ein Früchtetee-Laden direkt anschließt. So geht das dann nach dem Nasengang auch im Mund weiter. Das breitet sich geschmacklich 1:1 so aus. Und mit leicht knackigen Säuren macht sich das für den Sommer sicher auch gut für eine Schorle. Dieses Aufgeplusterte würzig-floral Drängende baut auch einen Schein-Körper auf, der in alle Richtungen strebt. Das ist mir einfach zu viel, wie so oft. Zu schwülstig. Wenn schon, dann als Sommermädchenwein.

Wein: Irsai Olivér 2012
Weingut, Ort: Buzás Szőlőbirtok, Köcse
Rebsorte/n: Irsai Olivér
Alkoholgehalt: 12,0% Vol.
Preis: 4,60 EUR (1.400 Ft)
Internet: buzasborok.hu

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