Gergely Borház - Olaszrizling 20122013 war das Jahr, als Bortársaság, einer der größten, ja vielleicht der größte und in jedem Fall namhafteste ungarische Weinfachhändler auf den Bio-Trip kam. Und mit ihm füllten wie aus dem Nichts (recht bis gänzlich) unbekannte Erzeuger das Portfolio.

Von zweien hatte meinereins sich bereits im Sommer mal Welschrieslinge organisiert (was anderes gab es glaube ich ohnehin nicht).

Beide Bio also, beide vom Plattenseenordufer, aus dem Weinbaugebiet Balatonfüred-Csopak. Und beide mit 5,00 bzw. 5,25 EUR im niedrigen Einstiegspreisumfeld.

Der eine kam von Dobosi Pincészet. Der andere vom Gergely Borház.

Sie sind so was von unterschiedlich. Am Ende kommt man aber dennoch zu ein und demselben Schluss: nett für den Alltag mehr nicht. Und auf den Biotrip muss man dafür nicht kommen. Nein. Mir liegt nichts daran, hier eine Diskussion über pro oder kontra Bioweine loszutreten. Ich gehöre nur nicht zu jener Gattung, die per se Bioweine bevorzugt oder eben diese per se als besser gegenüber konventionell an- und ausgebauten Weinen einstuft.

Dobosi - Olaszrizling 2012Der von Dobosi
kommt wie Kaugummi
daher.

Mit einer deutliche gezeichneten Frucht, Äpfel, Birnen, klar hell, auch ganz netten Säuren. Ein Schuss natürliches CO2. Mehr nicht.

Der von Gergely
kommt als Mineralbrocken
daher.

Hat mehr Substanz, wirkt öliger, doch etwas karg, verwildert, unterdrückt die Frucht, kriegt sich ein an der Luft. Quitten. Salz. Das war’s.

 

Zwei weiße für den Alltag eben. Für nebenbei, zwischendurch. Denen hätte ein Überwintern im Keller sicher nicht allzu gut gestanden.

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