Chateau Dereszla - Dorombor Száraz 2012Das ist ein wenig wie mit Tick, Trick aber ohne Track. Wobei Track, der Schaumwein, mir bislang fehlte. Oder hier eben, wie mit Lolek und Bolek. Comic, oder Zeichentrick. Soll nicht so ernst genommen werden. Darf einfach so getrunken werden. Und gut ist. Die Formel macht Spaß. Dafür sorgt vor allem der Muskateller-Anteil. Der bringt Frucht und Rundung und Süße rein. Mal mehr – 50% beim Halbsüßen – mal weniger – 20% beim Trockenen. Etwas Säure, recht viel Frische. Ordentlich Frucht, als da wären Traubenlimonadenerlebnisse, Apfelsaft, etwas Birne. Und das läuft dann so rein und auch sauber durch.

 

Chateau Dereszla - Dorombor Nem Száraz 2012Die Namensspielereien, um zurück zum Einstieg zu kommen, sind dann fast das komplexestes, hintergründigste und von echtem Mehrwert, weil marketingtechnisch erfrischender Substanz: Katzen mit Buckel in unterschiedlicher Pose und Farbe. Der gemeinsame Name, „Dorombor“, als ungarische Wortschöpfung aus dem Verb dorombol, jenes Schnurren, das Katzen bisweilen von sich geben – und bor, also Wein. Nüchtern noch der unterscheidende Hinweis: száraz trocken – und nem száraz nicht trocken. Man schmunzelt, genießt das einfache Gesamtkonstrukt – und weiß, dass es nicht nur bei Schwiegermüttern verfängt, sondern ein lockerer Einstieg ins moderne Ungarn sein kann – aber auch nicht bleiben darf.

Wein: Dorombor 2007
Weingut, Ort: Château Dereszla, Bodrogkeresztúr
Rebsorte/n: trockene Variante 80% Furmint, 20% Sárga Muskotály; halbsüße Version 50% Furmint 50% Sárgamuskotály
Alkoholgehalt: 13,5% Vol.
Preis: jeweils 4,60 EUR die Flasche
Internet: dorombor.hu

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