Kék – Blau. Meint Kékfrankos, Blaufränkisch. Und ist das Ergebnis eines grenzüberschreitenden Projektes. Da ist auf der einen, der ungarischen Seite, Imre Garger, auf der anderen, der österreichischen, Thomas Wachter. Die Trauben stammen vom Südhang des Eisenberges, die Gemarkung gehört zum ungarischen Dorf Vaskeresztés. So viel der Etiketten-Erläuterung. Ach ja, der Hut, soll so viel sagen wie: Hut ab vor Region, Terroir und Rebsorte.
Wenn man den Blaufränkisch dann aus der Preis-Leistungs-Perspektive betrachtet, passt das auch. Ist auch schon vier Jahre alt – und im Direktvergleich wesentlich besser, als der gestrige Blaufränkisch. Denn die knapp 2000 Forint, gegenwärtig rund 6,70 EUR, rechtfertigen den Inhalt. Man kriegt keinen komplexen, keinen Wein mit Nachdruck für das wenige Geld. Aber einen mit nach wie vor frischer Frucht aus Sauerkirschen und roten Johannisbeeren, angereichert durch nach wie vor lebhafte Säuren. Und flankiert durch eine schöne, kräftige, mineralische Würze, die dem ganzen Temperament und trotz des recht kurzen Abgangs doch Nachdruck verleiht. Bleibt fürs erste nur die Frage, was ein rigoroserer Qualitäts-Ansatz aus den offenbar 60 Jahre alten Rebstöcken hervorbringen könnte.
Wein: “Kék” Kékfrankos Vaskeresztes 2007
Weingut, Ort: Garger Imre / Szombathely, Thomas Wachter / Deutsch-Schützen
Rebsorte/n: Kékfrankos (Blaufränkisch)
Alkoholgehalt: 13,5% Vol.
Preis: 6,70 EUR (1.980 Ft)
Internet: kekfrankos.at
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