Aus Szekszárd von Heimann die Neuauflage des letztmals so beigeisternden “Boromissza”, des Weintrinkers. Der einfache Rote für jeden Tag. Jetzt mit Jahrgangsangabe, nur noch in 0,75l-Flasche und ohne den Husar auf dem Etikett. Und wesentlich teurer (wobei ich mich frage, inwiefern der Händler, der mir den Vorgänger gegeben hat, sinnvoll eingepreist hat…!?).
Da gilt also erst einmal: weniger für mehr. Das trifft selbst für den Alkoholgehalt zu. Und das ist es dann auch, was man insgesamt kriegt. Nicht nur mengenmäßig und optisch. Sondern auch inhaltlich, qualitativ. Nur von einem gibt es nicht zu knapp, auch in der Nase: Holz. Das überdeckt eine daher recht karge Frucht aus Holunder und Zwetschgen neben Kaffeearomen und auch die nicht allzu starken Säuren am schlanken, (aus-)drucklosen Körperchen. Das nimmt Frische, verstellt, nimmt den Trinkspaß. Viel mehr ist da nicht, viel mehr ist auch nicht zu sagen. Kein Husarenritt mehr. Schade.
Wein: Boromissza 2010
Weingut, Ort: Heimann, Szekszárd
Rebsorte/n: merlot, Kékfrankos (Blaufränkisch), Cabernet Franc
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.
Preis: um die 6,00 EUR (1.650 Ft), Tendenz billiger, denn derzeit sinkt der Forint mächtig…
Internet: heimann.hu
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