Im Nachklang zum Besuch in Csopak fand sich ein 2008er Cabernet Sauvignon von Petrányi im Glas. Der gefiel mir anfangs wenig, kam mit einer sehr verkochten dunklen, zurückgezogenen Frucht daher und zeigte hinten raus neben ordentlich Holz zwar keine sehr kräftigen, doch recht ruppig wirkende Gerbstoffe. Doch mit der Zeit schälte sich die Frucht etwas mehr heraus und wurde aus der anfänglichen Einkapselung die eigentliche Stärke: man fand auch nach fünf Tagen noch einen zwar nicht sortentypischen, aber doch robusten und eigenständigen, auf sympatische, ja gar etwas beeindruckende Weise fast etwas widerborstig sich gegen die Belüftung wendenden Wein vor. Im Kern eine etwas zerkocht wirkende Frucht aus Brombeeren und schwarzen Johannisbeeren, ummantelt von gerade noch (nicht zu viel) Holz, die Säuren nur sehr im Hintergund begleitend, die Gerbstoffe verlieren mit der Zeit ihre Kraft bzw. verwandeln sich oder lassen einer angenehmen Würze den Raum. ach ja, den hohen Alkoholgehalt nimmt man nicht bewusst wahr. Also: letztlich ein recht bemerkenswerter Wein aus einer Gegend, die ja grundsätzlich eher für Ihre Weißweine bekannt ist.
Wein: Cabernet Sauvignon 2008
Weingut, Ort: Petrányi Pince, Csopak
Rebsorte/n: Cabernet Sauvignon
Alkoholgehalt: 14,5% Vol.
Preis: rund 6,40 EUR (2.140 Ft)
Internet: petranyipince.hu
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