Es klingt auch für mich sofort übertrieben wenn ich sage, dass ich vom letzten Syrah so angetan war, dass ich umgehend einen weiteren aus Szekszárd besorgen musste. Nein, so nachhaltig, so einprägsam und gut war der Wein nicht. Aber er hat Spaß gemacht und mit Syrahs die zumindest Spaß machen ist die ungarische Weinwelt nicht gerade gesegnet. Da freut man sich über jeden positiven Fingerzeig. So einfach ist das.
Der nächste Syrah also, aus Szekszárd, von einem der alteingesessenen, auch über die ungarischen Landesgrenzen hinaus bekannten Weingütern, von Heimann. Und der braucht ungeachtet seines erstaunlich dunklen, trüben Rubinrots unbedingt Luft! Anfänglich sehr verschlossene Nase und auch am Gaumen in sich zurückgezogen. Nach gut 15 Minuten entwickelt er sich dann zu einem schönen, runden Wein. Doch zur Nase: kühl und würzig, Zwetschegnmarmelade, noch später dann auch schwarze Kirschenfrucht. Im Mund immer und immer wieder sanft angehend, dann zügig mit prägnanter Würze recht breit werdend, mit feinem, warmem Holz. Trübe, fleischige Frucht aus vollreifen schwarzen Kirschen und Brombeeren, die sich wie ein kompakter Strang durch die Gesamteindrücke zieht. Eindeutig ein Syrah, aber nicht so ausgeprägte, überbordende Typizität wie beim Kajmád und auch bei weitem nicht so saftige, ausladende Frucht. Gesetzer, ja eleganter wirkend. Zum Ende hin mit seiner Würze vermeintlich dank der sonst gut eingebundenen 14% Vol. nochmals ordentlich anschiebend. Mittlerer bis langer Nachhall mit Gummianklängen, dabei leicht adstringierend.
Wein: Syrah 2008
Weingut, Ort: Heimann, Szekszárd
Rebsorte/n: Syrah
Alkoholgehalt: 14,0% Vol.
Preis: 11,20 EUR (2.990 Ft)
Internet: heimann.hu
Tags: Heimann · Rotwein · Syrah · Szekszárd
Hallo und danke schön!
Ich freue mich für dein Kritik und finde, es passt ganz gut mit meiner Meinung über unser Syrah überein.