Vergangenen November hatte ich auf einer Verkostung eine halbsüße Kadarka Spätlese probieren können. Die war nicht nur wegen ihrer deutlich wahrnehmbaren Süße sehr eigen, gefiel mir aber auch sonst ausgesprochen gut. Halbsüße Qualitätsrotweine die zu überzeugen wissen gibt es schließlich nicht wie Sand am Meer.In der Zwischenzeit suchte ich mehrmals nach auf der Verkostung noch ohne Etikett präsentierten Tropfen – vergeblich.

Jetzt ist der Wein auf dem Markt. Dass er was Besonderes geschaffen hat, dachte sich der Erzeuger, Gróf Buttler aus Eger, wohl auch. Und füllte die Rarität in 0,5-er Flaschen, nennt den Wein „G.“, lässt das Ganze anders als seine sonstigen Weine aussehen: Etikett und Kapsel in Schweinchenrosa/Hautfarbe. Und, damit noch nicht genug, nur hierfür eine eigene Homepage erstellen, wo eine sich lasziv auf dem Bett räkelnde Brünette mit vermeintlich leergetrunkenem Glas und entspannt-(lüstern) dreinblickendem Mann im Hintergund den Wein (und/oder sich) auf doch recht ausgefallene Art feil bietet. Das ist an sich marketingtechnisch bemerkenswert, vor allem aber für Ungarn. Da traut sich jemand etwas – und mir gefällts, denn der Wein an sich hat wirklich ja auch was. Nur der Preis von satten 15.000 ungarischen Forint oder eben rund 55 EUR bringt einen ins Schwanken. Noch viel mehr als der Anblick der Brünetten. Stellt sich die Frage, ob das Konzept verfangen wird? Und ganz nebenbei, auf welchen G-Punkt es der Mann im Hintergrund letztlich eher abgesehen hat…

Ach, und wer die Brünette unbedingt noch in anderen Posen erleben möchte, der folge diesem Link.

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