Zum Teil I über Dénes Hegybirtok und Imre Györgykovács (Somló)
Zum Teil II über Szt. Ilona Borház und Kreinbacher Birtok (Somló)
Quittengelée, Gestampfte unreife Trauben und überreife grüne Birnen – hört sich nach Kontrast an, nach Spannung, gefällt der Nase aber schon und wird nicht so wahrgenommen. Eine akzeptierte, natürliche Koexistenz, wenn man so will. Am Gaumen mit kompakter Linie, Mandarinen ganz dicht neben gelb-orangenen, kräftigen Säuren, die gerade noch so in Ordnung gehen, Zitrusfrüchte, kaum wahrnehmbare, leicht bittere Mineralität. Nett.
Verschlossen, allenfalls warme Orangen. Am Gaumen etwas eigen, anfangs widerspenstig, schließlich kompakte Frucht aus unreifen Mandarinen, nicht allzu starken Säuren und einer steinernen Mineralität, Flechten, hinten raus schwach matt würzig.
Nette, makellose, aber für meinen Geschmack nach wie vor etwas zu charakterlose Weinchen vom Jungwinzer-Gigolo.
Klare Nase, kalte Aprikosenmarmelade. Anfangs vor allem vegetabil wirkend, dann von Holzwürze unterstützt Frucht von geschnittenen und leicht angedünsteten Äpfeln, duckt sich im ersten Eindruck gegen Ende erst einmal etwas weg. Doch mit etwas Zeit kommt mächtiger Druck und Fülle, stärkere mineralische Noten und intensivere Frucht mit klaren Säuren, in die breite drängend, hinten lang. So muss wohl eine – ja dazu auch noch richtig junge – Interpretation von Hárs aussehen, wenn sie von Lajos Takács stammt.
Bamm! Ein echter Hammer! Sorry, dass ich nicht bei mir halten kann und sprachlich etwas legere werde. Mächtige, aus dem Glas drängende traubig-schweißige Nase, intensive Aromen reifer grüner Äpfel, feinstes Holz dezent im Hintergrund. Sehr animierend, wie Lobenberg wohl sagen würde. Am Gaumen mit leicht süßlicher Frucht, klare, grüne Aromen von Äpfeln und Aloe, elegant und rund, den Weg instinktiv führend, mit einer unverschämt gut gezähmten mineralischen Würze, die durchweg präsent ist, kompakt, dicht, lang. P.o.t.e.n.t.i.a.l.
Gedeckter, vor allem über Kräuteraromen sich definierend, etwas schwache, gelbe Frucht. Am Gaumen breit und blumig, mit gekochter Frucht aus Birnen und Äpfeln, etwas stumpf wirkende Säuren und deutlich mildere Mineralität, dennoch ist alles einem spürbaren, wenn auch bei weitem nicht so mächtigem Druck ausgesetzt.
Mächtige, gehaltvolle, männliche Weine. Enorm. Lajos Takács is back. At its best.
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Morgen dann weg von Somló, unter anderem nach Tokaj (Királyudvár) und in die Felvidék, die Südslowakei (Frigyes Bott)…
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