Dem Sauvignon Blanc von Rókusfalvy folgte dicht, genau genommen parallel ein Vertreter derselben Rebsorte. Diesmal aber vom Balaton, genauer vom Szt. György Berg, dem Berg des Heiligen Sankt Georg vom noch jungen aber aufstrebenden Weingut Káli Kövek, hinter dem ein Szabó Gyula als Winzer steht.
Die kryptisch oder wie ein Tippfehler anmutende Zahlenfolge 090909 im Namen verweist auf den Tag der Lese in der Lage Mogyorós, auf den 09. September 2009. Die Trauben waren nicht gänzlich durchgereift (was zu einem für ungarische Verhältnisse traumhaft niedrigen Alkoholgehalt von 12,5% Vol. führt – wohlgemerkt ohne Geschmackseinbußen! Es scheint dass der Erzeuger sich zur Aufgabe gemacht hat, leichtere Weine zu produzieren, denn auch das bereits verkostete Riesling-Cuvée fiel entsprechend aus, was man letztlich nur gutheißen kann.). Der Wein wurde teils in 500 und 225 Liter Holzfässern, teils in Stahltanks vergoren und ausgebaut ausgebaut. Interessanterweise sowohl im Glas – helles Strohgelb mit leicht grünlichen Reflexen -, in der Nase – auch hier feuchte Wiese, etwas kräuterig-würziger, mit Zitrusfrüchten und insgesamt noch sehr jung und wild wirkend – als auch am gaumen gar nicht allzu weit voneinander enfernt. OK, der Káli Kövek ist wirklich noch sehr jung, man merkt im an, dass er erst vor kurzem abgefüllt wurde. Dennoch zeigt er sich schon jetzt recht kompakt und reichhaltig, mit Zitrusfrüchten, Stachelbeeren, einer leicht krautig-salzigen und vor allem mineralischen Note, florale Anklänge einer kühle Bergwiese. Wunderbar kühl, unbekümmert und doch noch ernst genug. Auch er verlangt nach einer Wiederverkostung…
Wein: Sauvignon Blanc 090909 2009
Weingut, Ort: Köves Kál (Szabó Gyula), Köveskál
Rebsorte/n: Sauvignon Blanc
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.
Preis: rund 8 EUR (2.490 Ft)
Tags: Badacsony · Káli Kövek · Köves Kál (Szabó Gyula) · Sauvignon Blanc · Weißwein