Ich kann mir nicht helfen, aber mit Rosés kann ich einfach nicht wirklich etwas anfangen. Sie trinken sich oftmals sehr gut “weg”, haben eher mehr Parallelen als deutliche Unterschiede, wie etwa die Aromenmuster von Himbeeren und Erdbeeren. Und sind dann eben doch unform, man vergisst sie gleich wieder, und das war es dann. Aber vielleicht, nein bestimmt können, besser sollen sie gar nicht mehr sein: ein netter Aperitif hier, ein entspanungsfördernder oder stimmungshebender Sommerwein. Das berechtigt ihre Existenz, das ist etwas, nicht mehr – aber auch nicht weniger.
Zum Rozé aus Eger von Hagymási: Helles Lachs im Glas, in der Nase rote Johannisbeeren und kühl mineralisch-metallene Töne. Am Gaumen mit leichter, feiner, Frucht von roten Johannisbeeren, nicht ganz ausgereiften Himbeeren und gegen Ende, wohl der leichten Süße verschuldet, auch dunkel an Moltebeeren erinnernd. Feine, etwas matte aber deshalb nicht störende Säuren runden den frischen, recht fein strukturierten Rosé ab.
Wein: Egri Kadarka Rose 2009
Weingut, Ort: Hagymási Pincészet, Eger
Rebsorte/n: Kadarka
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.
Preis: 5,10 EUR (1.400 Ft)
Internet: bormester.hu
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