Aus Pannonhalma kommen bislang nur von der Apátsági Pincészet akzeptable Qualitäten bis hin zu wirklich schönen Weinen. Daher ist man grundsätzlich für jeden neuen Erzeuger offener, als in anderen, „dichter bewirtschafteten“ Gebieten. Das Familienweingut Deé fängt langsam aber sicher an, in ein ernsteres Wahrnehmungsumfeld zu geraten. Man konzentriert sich maßgeblich auf weiße Rebsorten, als da wären Riesling, Welschriesling, Olaszrizling, Tramini, Chardonnay. Ach ja, einen Rosé gibt es derzeit auch noch und ein Rotweincuvée, das aber nicht auf Flaschen gezogen wird.
Helles Zitronengelb im Glas. Kühle Nase, sehr schwach ausgeprägt, vegetabil, halbtrockene Kräuter, stahlig. Am Gaumen schlank, genauer gesagt kraftlos, mit der Zeit an der Luft fast wässrig wirkend, nicht zu kräftige Säuren, etwas losgelöst von der feinherben, gelben Frucht, diese aber wenig ausgeprägt. Insgesamt uninspiriert wirkend, nichtssagend, ein Supermarktwein, ganz dem Preis entsprechend. Zumindest der Sauvignon Blanc lässt einen nicht aufhorchen oder gar hoffen, dass in absehbarer Zukunft neben der Apátság es noch ein zweites, nennenswertes Weingut aus Pannonhalma gibt.
Wein: Pannonhalmi Sauvignon Blanc 2009
Weingut, Ort: Deé Családi Pincészet, Győrújbarát
Rebsorte/n: Sauvignon Blanc
Alkoholgehalt: 12,0% Vol.
Preis: 980 Ft, 3,70 EUR
Internet: deepinceszet.hu
Tags: Deé Családi Pincészet · Pannonhalma · Sauvignon Blanc · Weißwein
Das wird schon noch.
Mit Dir oder mit den Weinen von Deé?
Ich finde schon, dass dieser Keller Potential hat. Im Augenblick würde ich gern einen SB in der Preisklasse von Dir empfohlen bekommen, der mehr kann.
Ich sehe mich grundsätzlich nicht in der Rolle Weinhändlern Weine zu empfehlen, erst recht nicht, wenn diese sichpreislich auf Supermarkt-Niveau befinden. Unabhängig davon sollte man in Ungarn nicht unbedingt auf SB setzen.