Der Kadarka von Bősz Adrián ist eines jener Opfer meiner Kadarka-Duell-Serie, dem schlichtweg ein Kontrahent fehlte. Die Weine des Jungwinzers hatten mir bislang recht gut gefallen und der Kadarka war mir mit Vorschusslorbeeren überreicht worden. Vielleicht bin ich deshalb ein wenig enttäuscht. Weder zeichnet er sich durch eine ausgesprochen auffällige, für Kadarka typische Würze aus. Noch verfügt er über eine markante Frucht. Das klingt nun dramatischer als es ist, der Wein ist nicht schlecht, nur eben im Direktvergleich mit beispielsweise anderen Szekszárdern, wie dem von Prantner oder Halmosi nur preislich auf demselben Niveau. Helles bis mittleres Purpur im Glas. In der Nase recht gedeckt, Andeutungen von dunkelroten Früchten, sehr dezente Holzspuren, mit der Zeit an der Luft fein rauchig. Am Gaumen schlank und geradlinig, etwas zu straffe, kantige Säuren, hinter denen sich die Frucht aus roten Johannisbeeren und Erdbeeren versteckt. Kurzer bis mittlerer Abgang.
Wein: Kadarka 2008
Weingut, Ort: Bősz Borászati Kft., Szekszárd
Rebsorte/n: Kadarka
Alkoholgehalt: 13,5%
Preis: 6,70 EUR (1.790 Ft.)
Internet: http://www.bata.hu/szorolapok/html/bosz_pinceszet.htm
Tags: Bősz Adrián · Kadarka · Rotwein · Szekszárd