“Ich wache über Deinen wunderbaren Schlaf.” so das Frontetikett. Die erste Nacht direkt nach dem Öffnen war bei mir eher von Zweifeln – von Albträumen zu sprechen ginge zu weit – geprägt. Doch dann…
Ein absolut spannender Wein! Direkt nach dem Öffnen verschlossen, fast untrinkbar wirkend. Auch zwei Stunden später noch kaum eine Regung, kaum eine Andeutung von Besserung in Sicht. Doch am Folgetag, wie Aschenputtel.Warmes, sanft getoastetes Holz, feine mineralische Würze und rote Früchte neben frischem Nadelgehölz in der Nase. Im Glas mittleres Rubinrot, jedoch deutlich ins Bräunliche gehend. Am Gaumen stark vom Terroir von Eger geprägt, erdig-grün, rund gleichzeitig elegant, ungemein souverän. Schöne Frucht aus reifen roten Kirschen und Johannisbeeren, vielschichtige, fleischige Textur mit schöner Breite und Länge. Noch jung und doch schon ausdrucks-, charakterstark, solitär. Das ist weder etwas für den schnellen, ungeduldigen Trinker, noch für Cabernet Sauvignon Jünger (womit ich beide dezidiert NICHT in einen Topf stecken möchte!). Hat sicher noch seine Zukunft vor sich und vermag die Besitzer der insgesamt 2.732 Flaschen zumindest glücklich in den Schlaf wiegen.
Wein: Egerszalogi Ferenchegy Pinot Noir 2006
Weingut, Ort: St. Andrea, Egerszalók
Rebsorte/n: Pinot Noir
Alkoholgehalt: 12,5%
Preis: 15 EUR (3.950 Ft.)
Internet: standrea.hu
Tags: Eger · Pinot Noir · Rotwein · St. Andrea
Wunderschön beschrieben.
[...] gut trinkbar ist. Am zweiten Tag hatte er leider schon etwas abgebaut. Im direkten Vergleich zum Ferenchegy Pinot Noir von St. Andrea wirkt der Síkhegy logischerweise reifer, auch klassischer und verständlicher. Der Ferenchegy ist [...]
[...] dem Lagen-Pinot von Thummerer habe ich klammheimlich den dritten Pinot aus Eger probiert, nach dem 2006er Ferenchegy von St. Andrea und dem 2004er Síkhegy von Tibor Gál. Verschwiegen habe ich den kürzlich geöffneten korkigen [...]