Vylyan, Duennium 2000

Vylyan, Duennium 2000

Das Duennium Cuvée ist das Flaggschiff von Vylyan. Das Weingut gehört sicher zu den größten aber auch besten in Villány – zugegebenermaßen habe ich es bislang zu sehr vernachlässigt. Es war lange vor Sauska das erste, welches eine konsequent moderne Interpretation von Villány bieten wollte – und dem dies auch gelang. „Vylyan“, das sieht komisch aus, man weiß nicht so recht, wie man den Namen aussprechen soll. Es ist schlichtweg die alte Schreibweise von Villány, wie sie in einer Monografie aus dem 15. Jahrhundert gefunden wurde.
15 Monate im Barrique, danach drei Jahre auf der Flasche gereift, ehe der wein in den verkauf gelant ist. In der Nase sehr sanft und rund, florale Töne, Nougat, Milchschokolade, Orangenmarmelade und Zwetschgenkompott. Auch am Gaumen reif und weich, wunderbar sanfte, matte Tannine, warmes Holz, zarter Schmelz.  Frucht von Johannisbeeren und Brombeeren, dunkle Trockenfrüchte, etwas Lorbeer und vor allem und überhaupt sehr viel Schokolade. Mittlerer bis langer Abgang. Das goldfarbene Gingko-Blatt, das auf dem Etikett prangt, soll Unvergänglichkeit symbolisieren. Neben dem Duennium hatte ich noch einen 1996er Siepi von Fonterutoli. Und der wirkte deutlich frischer, jugendlicher, als der Duennium. Sicher verträgt der Ungarn noch einige Jahre, aber unednlich lange sollte man mit dem Verzehr nicht mehr warten.

Wein: Duennium Cuvée 2000
Weingut, Ort: Vylyan Szőlőbirtok és Pincészet, Kisharsány
Rebsorte/n: Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot
Alkoholgehalt: 13,5% Vol.
Preis: kaum mehr zu kriegen, und wenn dann (zu) teuer
Internet: vylyan.hu

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