Er wird als einer der besten Rieslinge Ungarns gepriesen. Gut, das Konkurrenzfeld ist überschaubar, denn wir reden vom “deutschen Riesling”, nicht vom allgegenwärtigen Welschriesling/Olaszrizling. Nach einigem Zögern, ich weiß gar nicht warum, kam ich endlich dazu, ihn einmal zu verkosten. Der sitz der Ein-Mann- Kellerei von Szentesi ist in Budaörs, der Wein kommt allerdings von den Hügeln Nähe des Velencer Sees, der auf halber Strecke zum Plattensee linker Hand der Autobahn zu finden ist. Also gut 30km entfernt und dennoch zum Weingebiet Buda-Etyek zählend, was ein wenig verwirrend ist.
Halbtrocken ausgebaut. Goldgelb, klar, ewas schlierig im Glas. Buttrige Noten, Honig, grüner Spargel, Gras, leicht mineralisch-metallisch, auch Spuren von Tropenfrüchten. Am Gaumen mit fein-cremiger Textur, schönen, klaren, geradlinigen Säuren, deutlich ausgeprägte Frucht, Orangen, Mirabellen, recht kompakt, zum Ende hin Lacktöne, schöner Abgang. Ja, kann sich wirklich sehen lassen. Schade, dass der schon aus ist.
Wein: Csúcsos Hegyi Rajnai Rizling Nadap 2006
Weingut, Ort: Szentesi Pince, Budaörs
Rebsorte/n: Riesling
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.
Preis: 13,65 EUR (3.750 Ft)
Tags: Etyek · Rajnai Rizling · Riesling · Szentesi · Weißwein
[...] kleinere Bruder des noch vor dem Start der Serie getrunkenen, halbtrockenen Rieslings von Szentesi, der auch zwei deutschen Freunden – ihres Zeichens absolute Riesling-Fans – gefallen [...]