Die Borgála, die Weingala im Anschluss an die VinAgora, die vermeintlich bedeutendsten Weinpreis der mittelosteuropäischen Region, ist eine Verkostungsmöglichkeit der Superlative. Dem Besucher stehen 600 (sechshundert!) Weine offen zur Verkostung. Da heisst es von Beginn an, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren, ggf. hier und da auf eine Neuentdeckung zu hoffen, auf die vergebenen Punkte zu schielen bzw. sich letztlich ein wenig von der Vorarbeit der Jury leiten zu lassen.
Ich werde in den kommenden Tagen meine Notizen Schritt für Schritt veröffentlichen. Vorweg sei kurz gesagt, dass die vertretenen Weißweine durchweg enttäuschend waren. Auch qualitativ lag das Angebot deutlich unter dem der roten Vertreter.
Helles Zitronengelb, glasklar. Käruter, Stoh, stählerne Mineralität. Am Gaumen vor allem florale Noten, Ananas, unreife, grüne Orangen, sehr starke, etwas zu dominante, zu harte Säuren.
Helles Strohg, gelb. Warme, interessante Nase, Aprikosenmarmelade, Kräuteraromen, rauchige Töne. Am Gaumen wenig Frucht, ordentliches Säuregerüst im Hintergund, ein wenig dünn. VinAgora: 82,4 Punkte
Wunderbar frisches, reifes Boquet, heiße Sommerwiese und duftende Kräuter. Am Gaumen dann leider sehr viel, völlig ungebändigte Säure, adistringierend, daneben Spuren von Zitrusfrüchten, leichter Schmelz.
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