31. Juli 2009
Ferenczi Cuvée 2006, Ferenczi Szőlőbirtok, Szekszárd
Dunkles Purpur, leicht trüb. Sehr angenehmes, weiches, warmes Bouquet aus Zwetschgenkompott, schwarzen Johannisbeeren, feiner Würze und dezentem Holz. Am Gaumen kompakt, solide, eine harte Punktlandung dank prägnanter Tannine, gleichzeitig dennoch angenehm weich, fleischige Textur, Fruchtaromen von schwarzen Kirschen, Brombeeren, auch deutliche Lakritznoten....
28. Juli 2009
Ebner, Cabernet Franc 2007
Als Top hinsichtlich Preis-Leistung wird der Cabernet Franc von Ebner vom Alleinvertreiber Bortársaság angepriesen. Da konnte ich nicht nein sagen, erst recht nachdem mir bislang fast alle Ebner-Weine gut gefallen haben.
Rubinrot. Wenig ausgeprägtes, soll heißen noch sher zurückhaltendes Bouquet, Gewürze, ganz leicht vegetabile Noten, rote Früchte. Am Gaumen schön würzig,...
27. Juli 2009
Szentesi, Cúcsos hegyi Rajnai Rizling Nadap 2006
Er wird als einer der besten Rieslinge Ungarns gepriesen. Gut, das Konkurrenzfeld ist überschaubar, denn wir reden vom “deutschen Riesling”, nicht vom allgegenwärtigen Welschriesling/Olaszrizling. Nach einigem Zögern, ich weiß gar nicht warum, kam ich endlich dazu, ihn einmal zu verkosten. Der sitz der Ein-Mann- Kellerei von Szentesi ist in...
24. Juli 2009
Dereszla, Dorombor 2007
Andere Zeiten, andere Herausforderungen am Markt. Viele Tokajer-Weingüter beschränken sich seit langem nicht mehr “nur” auf die Aszú. Ihre Angebotspalette wurde in den vergangenen Jahren insbesondere um trocken ausgebaute Furmint und Hárslevelű erweitert. Eine Frage der Zeit aber definitiv ein wichtiger Schritt, um sich breit gefächerter zu profilieren und vor allem...
21. Juli 2009
Der heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen ziert die Etiketten des Weingutes. (Copyright Nyári Pince)
Das Szt. György Borház heißt Szt. György Borház, weil es am “Berg des Heiligen Georgs” liegt, rechtlich jedoch zum Anbaugebiet Badacsony gehört. Der Szt. György Hegy, also eben jener Berg, liegt etwas zurück versetzt südwestlich des Badacsony, einige Kilometer Luftlinie vom Balaton entfernt....
20. Juli 2009
Bolyki, Királyleányka 2008
Királyleánka ist eigentlich nicht so mein Fall, zu ausdruckslos, zu flach sind mir vielfach die Weine. Dieser kommt hellgelb daher und zeigt sich noch recht verschlossen. Die Nase sucht nach Greifbarem, kühle steinige Mineralik, leichte florale Töne, ändert sich auch mit der Zeit an der Luft nicht. Am Gaumen eine feine Würze, Orangen, hellgürne, unreife Trauben und über allem...
18. Juli 2009
Ein merkwürdiges Paar stand da beim zweiten Durchgang unseres Sauvignon Blanc Benchmarkings vor uns. Das erste Paar findet sich hier. Wieder kamen wir bei der Blindprobe dem Ungarn auf die Schliche, da er schon der Nase nach untrügerisch hiesige Herkunfszeichen aufwies: leicht rauchig, leicht gärend-hefig, traubig… Doch der andere, der sich dann wirklich als der “Ausländer” entpuppte,...
16. Juli 2009
Heumann, Merlot 2007, Villány
Noch vor der VinAgora Borgála hatte ich den 2007er Merlot von Heumann aus Villány, genauer gesagt Siklós probiert. Dunkles Rubinrot, trüb. In der Nase warmes, trockenes, weiches Holz, schwarze Kirschen, leicht pfeffrig, auch grüne, vegetabile Noten. Am Gaumen im ersten Eindruck nicht so rund und sanft wie man es bei einem Merlot erwarten würde. Ist aber ja noch sehr jung,...