Villa Tolnay des Schweizers Philipp Oser ist und bleibt für mich eines der kleinen Weingüter, von denen man quasi blind und ausnahmslos Weine kaufen kann. Weil sie durchweg Spaß machen, schön geradlinig, teils sogar raffiniert ausgebaut sind. Seit ich BorWerk betreibe, habe ich jedoch nur den 2005er Kékfrankos getrunken. Zu dem gesellen sich nun noch zwei reinsortige Rieslinge, der eine trocken, der andere edelsüß ausgebaut. das Weingut liegt am Csobánc, dem etwas nach hinten versetzen Vulkankegel, der wie der Szt. György hegy noch zum Anbaugebiet Badacsony gerechnet wird.
Goldgelb und glasklar glänzend im Glas. In der Nase der trockenen Riesling Auslese finden sich Karamell, Vanille, sanfte Holznoten, reife Birnen und geröstete Kürbiskerne. Am Gaumen eine klare, kräftige, geradlinige Säurestruktur, Frucht von Honigmelonen und Aprikosen, feine, steinerne Mineralität, gute Länge.
Strohgelb und recht dick im Glas. Frische kühle Frucht in der Nase, Birnenschnitze, Honigkuchen und Sandelholz, auch leicht beißende Rauchigkeit. Am Gaumen schöne, jugendliche Frucht in Gestalt von Trocken- und Backaromen, Apfelkuchen und Dörraprikosen, eingekochte Birnen, relativ starke Süß, die gegen Ende durch ein feines Säuregerüst gestützt wird. Mittlerer Abgang. Passt sicher prima zu Apfelkuchen.
Tags: Badacsony · Csobánc · Riesling · Süßwein · Villa Tolnay · Weißwein
[...] den 2005er Riesling des Schweizers Philipp Oser und auch dessen edelsüßer Spätlese, die auf den schönen Namen [...]