Nach der gestrigen Einleitung, hier nun also der zweite Teil der Verkostungsnotizen zu den trocken ausgebauten Tokajern:
Trocken ausgebaut. Schöne Nase nach Bananen und Dosenpfirsich. Am Gaumen noch ziemlich verschlossen, zeigt wenig Frucht, cremig dicht, der Alkohol recht dominant. Braucht noch seine Zeit.
Das Tokaj-Projekt von Németh Attila Gábor (eigentlich Mátra). Trocken ausgebaut, mit 9,1 g/l Restzucker, 13,5% Vol. Mächtiges Bouquet aus Orangenschalen, überreifen Quitten und Zedernholz mit leichtem, etwas merkwürdigen, undefinierbaren Nebenton. Am Gaumen mit viel Frucht und schönem, robustem Säuregerüst. Vor allem Nektarinen. Extraktreich, konzentriert, noch absolut entwicklungsfähig. Spannend.
14% Vol., trocken ausgebaut mit 8 g/l Restzucker. Litschi, frische Mandarinen und Birnen in der Nase. Am Gaumen ein wenig enttäuschend, weniger frisch und kräftig als erwartet. Dennoch recht dicht, Anklänge von Melone, Honig und Banane. Gegen Ende etwas abflachend.
Interessant, dass nach dem Weggang von Namensgeber Árvay am Stand nunmehr der zweite im Bunde, Sauska, offen genannt wird. In der Nase reife grüne Äpfel, Wassermelone und Holunder. Am Gaumen fein mineralisch, Stein, gar leichte Petroltöne, dezente Säuren, Orangen und abermals reife Äpfel. Gegen Ende dann deutlich mehr Raum einnehmend: voll, warm. Schön.
Noch sehr jung, traubig-mostig wirkend, nach einiger Zeit zeigen sich die klassischen Apfeltöne. Im Mund dominieren Säuren, zu stark, noch wenig entwickelte Frucht, Zitrusfrüchte und Äpfel. Aber einfach zu viel Säure, die sich wohl auch kaum spürbar abbauen wird.
Morgen dann Teil III und damit “endlich” zu den 2005er Aszú…
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… gute Seite mit nützlichen, aktuellen Informationen, aber die E-Mail-Adresse scheint nicht zu funktionieren.
Grüße,
FS
Hmmm… Sorry. Habe Einstellungen gerade nochmal getstet – und müsste eigentlich funktionieren. Versuchs doch bitte nochmals, wenn nicht, dann an peter.klingler@gmail.com.
Danke!
Peter