Inzwischen genügen die fünf Finger an der Hand nicht mehr, um jene kleinen Winzer aus Tokaj aufzuzählen, die Spitzenqualitäten zustande bringen und einem bisweilen Freudentränen in die Augen treiben. Dieser erlesene Kreis allerdings, das ist ungewollt Teil des ansonsten erfreulichen und spannenden Phänomens, produziert nur in sehr kleinen Mengen. Balassa István, gelernter Chemiker, und seine Frau gehören eindeutig dazu. Gerade einmal 316 Flaschen ergab der ausgezeichnete 2006er Jahrgang vom Hárslevelű aus der Lage Mézes Mály bei Tarcal.
Leuchtend-strahelndesGoldgelb im Glas, dick, schlierig, konzentriert wirkend. Wunderbar volles, warmes, sehr fruchtiges Bouquet, tropische Früchte, vor allem Ananas und Mango. Für Hárslevelű typische Honignoten, im Hintergund und je länger an der Luft immer stärker werdender mineralischer Eindruck von salziger Meeresluft. Am Gaumen unglaublich dicht, ölig und voll,
enorm präsent. Mandarinen und Mango, feine mineralische Säuren, sehr extraktreich. Auch hier dezent salzig, leicht rauchig. Für mich der schönste Hárslevelű, den ich bis dato trinken durfte.
Wein: Hárslevelű Mézes Mály 2006Weingut, Ort: Balassa Bor, Tokaj
Rebsorte/n: Hárslevelű
Alkoholgehalt: 14,0%
Sonstige Angaben: Restzucker: 1,2 g/l, Säure: 6,4 g/l
Preis: 15,90 EUR (4.770 Ft)
Internet: balassabor.hu
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