Kühles Bouquet aus grünem Holz und feuchten Kräutern. Auch am Gaumen dominieren Kräuter, Andeutung von schwarzen Kirschen und Zwetschgen, warm und rund daher kommend, im mittleren Abgang herb-würzig. Schöner, eigenständiger Pinot Noir, dem es aber an Finesse und Nachdruck fehlt.
Angenehm feine Kühle im Glas, würzig teerige und vor allem medizinische Nase. Am Gaumen Nelken, Lorbeerblätter und Zwetschgen, ganz feine Spuren von Vanille. Mittlerer Abgang. Auch schön aber gleichermaßen fehlt es ein wenig an Nachdruck und noch eher an Charakter.
Eine klassische Blaufränkisch- oder aus meiner Sicht besser gesagt Lemberger-Nase, was nicht so mein Fall ist. Dabei kühl und auch recht würzig. Noch recht jung und ungestüm wirkend, kräftige Tannine und etwas spitze Säuren beherrschen den ersten Eindruck. Entsprechend frische Frucht aus Sauerkirschen und Pflaumen. Braucht noch seine Zeit.
50% Kékfrankos, also Blaufränkisch, 50% St. Laurent. Schön dezent eingesetztes kühles Holz, Laub- und Heu-Noten, weiches Kräuterbett, man vermisst nur noch ein wenig Frucht. Am Gaumen dominiert zu Beginn der St. Laurent, absolut gelungene Fruchtaromen von Holunder und dunklen Kirschen, fleischig dicht, schöne Gerbstoffe, mittlerer Abgang. Durchaus überzeugendes Cuvée.
Szt. Lőrincz meint die österreichische Spezialität St. Laurent, welche allerdings auch in der Südslowakei häufig angebaut und daher bei den hiesigen Winzern schon fast zu den Standardrebsorten unter den Roten geworden ist. Erstaunlich jung im Glas, frische Frucht aus dunklem Steinobst. Am Gaumen Trockenfrüchte und überreife Zwetschgen, dezente Säuren, kaum wahrnehmbare Gerbstoffe. Gelungen, gefällig, dennoch kommt er an dem Terroir Vörös-Cuvée ganz klar nicht vorbei.
Freudig stimmendes, wenn auch verhaltenes Bouquet aus roten Kirschen, Vanille und Nougat. Im Mund fehlt es dann an Frucht, in Teilen zeigt sich Konfitüre aus Waldfrüchten und Zwetschgen, schön kompakt aber sehr schlank, körperlos. Kurzer bis mittlerer Abgang.
Wachholder und Heu, daneben frische Holunderbeeren. Am Gaumen fallen zuerst etwas spitze Säuren auf, die dann aber wegbrechen. Leicht grünes Holz umrahmt eine schöne Frucht aus vollreifen Sauerkirschen, Quittengelée und Pfirsichkompott. Mittlerer Abgang. Könnte noch etwas konzentrierter sein, ansonsten absolut gelungen.
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