Portugieser, besser bekannt als Blauer Portugieser, ist in Ungarn bei weitem nicht so verbreitet, wie im westlichen Nachbarland Österreich. Und das ist auch gut so, sage ich, dem der ertragsreiche helle Rote zumeist wenig bis gar nicht zusagt. Auch wenn das komisch oder unverständlich erscheinen mag, erinnert er mich im Geschmack immer wieder an die einfachen Lemberger meiner schwäbischen Heimat, die – Verzeihung für die unqualifizierte Anmerkung – etwas Abgeschmacktes haben, Abgestandenes, fast Fauliges. Was mich nicht daran hindern darf, immer wieder aufs Neue mein Glück zu versuchen, schließlich muss man offen bleiben für alles.
Erstaunlich dunkles Purpur, leicht trüb. In der Nase grüne Kräuter, Sultaninen, auch leicht rauchige, teerige Züge. Am Gaumen dann tatsächlich dieser merkwürdige Ton, mit dem ich mich einfach nicht anfreunden und den ich nie so richtig identifizieren kann. Daneben aber auch schöne fruchtige Spuren, Himbeeren und Trockenpflaumen. Nicht wirklich dicht, nicht wirklich konzentriert. Recht kurzer Abgang.
Wein: Portugieser 2007
Weingut, Ort: Janus Borház, Túrony
Rebsorte/n: Blauer Portugieser
Alkoholgehalt: 12,5%
Preis: 4,65 EUR (1.390 Ft)
Internet: janusbor.hu
Tags: Janus Borház · Portugieser · Rotwein · Villány-Siklós
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