Nahe am übermächtigen, allerorts bekannten Weingebiet von Villány gelegen, haben es Erzeuger aus Pécs besonders schwer, sich einen Namen zu machen. Im besten Falle werden sie auch Villány zugerechnet. Lisicza ist einer der wenigen bekannten Namen, die für Qualitätsweine aus Pécs stehen.
Ravasz meint „listig, schlau“, wie der Fuchs eben, der als Symbol auf allen Flaschen des Lisicza Borház prangt. Vielleicht bedarf es auch einfach eines solchen Marketings – ein wenig List, (Wein-)Bauernschläue. Den Wein fand ich jedoch ein wenig enttäuschend. Der Ansatz, die Zusammenstellung des Cuvées, an sich soll listig sein. Für mich steht der Wein ein wenig undefinierbar, charakterlos im Glas. Was nicht heißen soll, dass er nicht solide ausgebaut ist, gut daherkommt. Nur eben für nichst wirklich steht. Sanftes Holz, ein wenig adstringierend, leichte Frucht, Marzipan in der Nase und am Gaumen und dort außerdem noch Spuren von Himbeeren und Brombeeren. Kurzer Abgang.
Wein: ravasz vörös, 2007
Weingut, Ort: Lisicza Borház, Pécs
Rebsorte/n: Kékmedoc, Portugieser, Kékfrankos, Cabernet Sauvignon, Merlot
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.
Preis: 7,79 EUR (1.850 HUF)
Internet: www.lisicza.hu
Tags: Blaufränkisch · Cabernet Sauvignon · Kékfrankos · Kékmedoc · Lisicza · Lisicza Borház · Merlot · Pécs · Portugieser · Ravasz Vörös · Rotwein