Portugieser, 2007, Tiffán Imre és Fia, Villány

Es gibt ja so Rebsorten, die man einfach nicht mag oder, um es etwas diplomatischer auszudrücken, denen man wenig bis nichts abgewinnen kann. In meinem Fall sind das bei den Roten Trollinger, Zweigelt und Portugieser.

Diesen hier habe ich erst gestern, bei einem geschäftlich bedingten Aufenthalt in Pécs, geschenkt bekommen. Gekauft hätte ich ihn aus eben diesem Grunde wahrscheinlich nicht. Aber wenn er schon da ist, warum ihm dann nicht eine Chance geben.

Sehr jung, auberginenfarben, ziemlich hell, aber nicht so schlimm wie Trollinger. Vor allem Zwetschgen in Nase und Mund. Körper, naja, man ist fast geneigt zu fragen, was das doch gleich nochmal war… Aber mit der Zeit und etwas Luftzufuhr schält sich doch ein leichtes Gerüst, eine gewisse Herbheit heraus. Apropos Gerüst, der Abgang ist kurz und was dann noch zurückbleibt ist ein merkwürdig metallischer Nachklang. Ein anständiger Wein für den Alltag, und gewiss einer der besseren Portugieser, aber es bleibt dabei: wenn es nicht sein muss, trinke ich lieber was anderes.

Wein: Portugieser, 2007
Weingut, Ort: Tiffán Imre és Fia, Villány
Anbaugebiet: Villány
Rebsorte/n: Portugieser
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.
Preis: 5,05 EUR (1.260 HUF)
Internet: www.tiffan.hu

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